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Bundesrechnungshof: Länder sollen DFG-Overhead mitfinanzieren



Der Bundesrechnungshof fordert das Bundesforschungsministerium auf, seine Programmpauschale (Overhead) den Hochschulen nur noch dann zu gewähren, wenn die Länder sich spätestens ab 2016 daran „angemessen beteiligen“. Das geht aus dem Jahresbericht des Rechnungshofs hervor. Die Pauschale von 20 Prozent wird seit 2007 für Projekte gewährt, die bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben wurden. Sie soll die Nebenkosten des Projektes decken. Seit langem wird in der Politik darüber diskutiert, ob nicht mehr Bundesmittel über einen noch höheren Overhead an die Hochschulen fließen könnten. Nun kritisiert der Bericht, der Bund trage die Kosten allein, obwohl die DFG anteilig von Bund und Ländern finanziert wird. Die Unis dürften nicht immer abhängiger von den Transferleistungen des Bundes werden. Außerdem sei durch eine Studie zu klären, ob die Infrastruktur der Hochschulen tatsächlich von Projekten dermaßen belastet wird, dass die Höhe der Pauschale angemessen ist. akü

Forschungsstärke von FHs messen

Fachhochschulen brauchen eigene Leistungskriterien, mit denen ihre Forschungsstärke gemessen und honoriert wird. Das leitet das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) aus einer Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Regeln für die leistungsorientierte Mittelvergabe ab. Kriterien zur Messung der Forschungsstärke seien zu stark an denen von Universitäten ausgerichtet, wenn etwa die Anzahl der Promotionen für die Mittelvergabe zählt. Die Länder sollten in den Hochschulgesetzen Forschung als Kernaufgabe der FHs festschreiben. Diese sollten Forschungsprogramme nicht einzelnen Fachbereichen überlassen, sondern hochschulübergreifende Kompetenzzentren schaffen. -ry

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