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Die Weg einer Pandemie um die Erde

Sobald Forscher wichtige Details einer Seuche wie zum Beispiel die Infektionsrate einer neuen Grippevariante kennen, können sie ihren Weg um den Globus erstaunlich gut vorhersagen. Entscheidend sei dabei nicht die tatsächliche Entfernung zwischen zwei Orten, sondern die Intensität der Passagierströme im Luftverkehr, schreiben Dirk Brockmann vom Robert-Koch-Institut in Berlin und Dirk Helbing von der ETH Zürich im Fachblatt „Science“. „Für Frankfurt zum Beispiel sind andere Metropolen wie London, New York oder Tokio effektiv näher als Bremen, Leipzig oder Kiel“, sagt Brockmann. Mithilfe dieser effektiven Entfernung entwickelten die Forscher eine mathematische Theorie. Ein darauf basierendes Computermodell entwirrt die komplexen Daten und stellt die Ausbreitung von Pandemien – wie in der Vergangenheit H1N1 und Sars – als kreisförmige Wellenmuster dar. dpa/jas

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