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Anzahl der Aale hängt auch

von den Strömungen im Atlantik ab

Meeresströmungen haben wesentlichen Einfluss auf die Zahl der Europäischen Aale. Das berichten Forscher vom Kieler Helmholtz-Zentrum Geomar in „Current Biology“. Sie stützen sich auf Daten eines Strömungsmodells, das ursprünglich für die Klimaforschung entwickelt worden war. Damit simulierten sie die Drift von Aallarven von der Sargassosee in Richtung Europa. Das Modell enthielt zudem die realen Wind- und Wetterbedingungen der Jahre 1960 bis 2005. Tatsächlich schwankte im Modell die Zahl der Tiere, die Europa erreichten, merklich. Eine Erklärung dafür seien kleinräumige, windgetriebene Meeresströmungen. Je nachdem, wie stark die Strömungen sind, verlängert oder verkürzt sich der Weg für die Tiere. Als das Team zudem genetische Analysen integrierte, konnte es zeigen: Die Aale vermehren sich nicht irgendwo in der Sargassosee, sondern kehren in genau jene Regionen zurück, in denen bereits ihre Mütter abgelaicht haben. nes

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