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Akzeptanz sexueller Vielfalt: Minister weist Kritik zurück

Der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch (SPD) hat den Vorwurf, die Landesregierung wolle mit dem Bildungsplan 2015 Schüler indoktrinieren, als „Blödsinn“ bezeichnet. Der in einer Online-Petition erhobene Vorwurf, das Bildungsziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ diene zur Umerziehung der Kinder, wecke Assoziationen zu totalitären Systemen, kritisierte Stoch im Stuttgarter Landtag. Solche Vorwürfe hätten unter Demokraten nichts zu suchen. Andere Formen als die Heterosexualität gehörten zur Normalität im Land, sagte der Minister. Infam sei es, dass die Kritiker des Bildungsplans behaupteten, dass diese Normalität solle nun zur Norm werden und an der Schule für andere sexuelle Orientierungen geworben werde. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk warf der Regierung vor, man habe „nur selektiv einzelnen Lobbygruppen Einfluss verliehen“. Die Internetpetition gegen den Plan hatte am Mittwoch 156 000 Unterschriften, eine Gegenpetition mehr als 80 000. epd

Hirsche beachten Eisernen Vorhang

Der frühere Eiserne Vorhang zwischen Ost und West lebt in den Köpfen von Hirschen weiter. Im Nationalpark Böhmerwald beobachteten Forscher die Tiere sechs Jahre mithilfe von Funkhalsbändern. „Die Hirsche auf der tschechischen Seite wandern genau bis zu der Stelle, wo früher Stacheldraht den Sperrbereich markierte“, sagt Pavel Sustr. Ähnlich verhielten sich ihre Artgenossen auf der anderen Seite der Grenze. Vermutlich haben die Hirschkühe über Generationen die Abgrenzung ihres Territoriums an ihre Nachkommen weitergegeben. dpa

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