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Resveratrol im Rotwein hat keinen Einfluss auf gesundes Altern



Der als gesundheitsfördernd geltende Rotwein-Inhaltsstoff Resveratrol hat in einer Studie der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mit fast 800 Menschen die Erwartungen nicht erfüllt. Es gebe keine Anzeichen für eine lebensverlängernde Wirkung, stellt ein Forscherteam um Richard Semba in der Fachzeitschrift „Jama Internal Medicine“ fest. Resveratrol ist unter anderem in Wein, Erdnüssen und Schokolade enthalten und wird auch als Nahrungsergänzungsmittel in Pillenform verkauft. Bislang hatten Studien nahegelegt, dass der Stoff entzündungshemmend und vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs wirke. Um den Effekt zu überprüfen, hatte Semba neun Jahre lang 783 Frauen und Männer aus zwei Dörfern in der Toskana zu Ernährung und Gesundheit befragt und ihren Urin auf Resveratrolreste hin untersucht. Alle Teilnehmer waren bei der ersten Erhebung älter als 64 Jahre. Nach neun Jahren waren 268 (rund 34 Prozent) gestorben – einen Zusammenhang mit geringem Resveratrolkonsum konnten die Forscher aber nicht feststellen. Auch unter denjenigen, die nach neun Jahren noch lebten, waren Probanden mit einem hohen Resveratrolwert im Schnitt nicht gesünder. dpa

Die gute Seite der Pest

Etwa 25 Millionen Menschen fielen zwischen 1347 und 1351 einer der verheerendsten Seuchen in der Menschheitsgeschichte zum Opfer – der Pest. Dennoch lässt sich dem „schwarzen Tod“ etwas Positives abgewinnen, meint Sharon DeWitte von der University of South Carolina in Columbia: „Mehrere Generationen von Menschen, die nach dem Schwarzen Tod lebten, waren insgesamt gesünder als diejenigen, die vor der Seuche lebten.“ Die Anthropologin hatte knapp 600 Skelette von Londoner Friedhöfen untersucht und das Sterbealter der Toten analysiert. Dabei stammten 464 Individuen von drei Friedhöfen, die vor der Pestpandemie genutzt wurden, 133 von einem Friedhof, der erst nach 1350 errichtet wurde. Anhand der Daten ermittelte sie Sterblichkeitsrisiko und Überlebenswahrscheinlichkeit vor und nach dem Schwarzen Tod. In der Stichprobe nach der Seuche gebe es einen deutlich höheren Anteil älterer Erwachsener, die erst jenseits der 50 oder gar 70 gestorben waren. Als Ursache vermutet Witte sowohl Zuwanderung als auch die offenbar verbesserte Ernährungslage nach der Pandemie. wsa

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