Wissen : NACHRICHTEN

Fachhochschulen sollen sich um vorhandene Förderung bewerben

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ermuntert die Fachhochschulen, sich verstärkt um Fördermittel zu bewerben. Fast alle Förderverfahren stünden Fachhochschulen offen, sagte DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek jetzt bei einer Informationsveranstaltung in Bonn. Voraussetzung für eine DFG-Förderung sei, dass die FH’s ihre forschungsstarken Gebiete identifizierten. Dzwonnek rief die Hochschulen dazu auf, Forschungsverbünde zu bilden und gemeinsam Anträge zu stellen. Sonderprogramme etwa für Graduiertenschulen an FH’s soll es offenbar nicht geben, sie können sich weiterhin nur gemeinsam mit einer Uni bewerben. Um Zahl und Qualität der Anträge zu steigern, will die DFG die FH’s künftig besser beraten. -ry

Zwei Kovalevskaja-Preisträger forschen in Berlin

Die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnet am heutigen Dienstag acht internationale Nachwuchsforscher mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis aus. Jeder von ihnen erhält in den nächsten fünf Jahren 1,65 Millionen Euro, um eine eigene Forschungsgruppe aufbauen zu können. Zwei Preisträger werden in Berlin arbeiten: die Physikerin Cinzia Casiraghi von der Freien Universität und der Neurophysiologe Jan-Erik Siemens, der an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin kommt. Der Physiker Daniele Oriti wird künftig am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam-Golm forschen. Die Auszeichnung, die nach einer russischen Mathematikerin benannt ist, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und alle zwei Jahre verliehen. nes

Özdemir: Mehr Türkischunterricht an deutschen Schulen

Der neue Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat mehr Türkisch-Unterricht gefordert. Deutsch müsse für Kinder, die hier leben, immer die wichtigste Sprache sein, sagte Özdemir der „Bild“-Zeitung. Aber die Kinder sollten ihre Mehrsprachigkeit entfalten können. Aus der CDU kam umgehend Kritik. „Wir sollten uns auf wesentliche Ziele in der Bildungspolitik beschränken“, meinte der Generalsekretär der baden-württembergischen CDU. Unterstützt wurde die Forderung Özdemirs dagegen von der GEW. Auch zweisprachige Schulen, wie es sie vereinzelt auch für Deutsch und Türkisch gebe, seien „außerordentlich sinnvoll“, sagte GEW-Vize Marianne Demmer. dpa/AFP

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