Wissen : NACHRICHTEN

Das Gehirn wird vorzeitig aktiv

Studien zur Aktivität des Gehirns müssen womöglich vorsichtiger interpretiert werden, als bisher gedacht. Eine neue Studie legt nahe, dass bei den häufig verwendeten funktionellen MRT–Scans des Gehirns nicht nur die Bereiche aufleuchten, die gerade aktiv sind, sondern auch die, die das Gehirn in Kürze zu benötigen glaubt. Funktionelle MRT-Scans basieren auf der Annahme, dass während einer Aufgabe die Areale, die das Gehirn benötigt, stärker durchblutet werden. Wie die Forscher im Fachblatt „Nature“ berichten (Band 457, Seite 475), ist dies nicht ganz korrekt. In einem Experiment zeigten sie, dass bei einem Affen der Teil des Gehirns, der die Reize des Sehnervs verarbeitet, auch dann stärker durchblutet wurde, wenn der Affe eine visuelle Aufgabe nur erwartete, tasächlich aber im Dunkeln blieb.kkp

Die Jahreszeiten beginnen früher

Der gesamte Jahreszyklus hat sich in den vergangen 50 Jahren um 1,7 Tage nach vorne verschoben. Das berichten Forscher um Alexander Stine von der Universität Kalifornien in Berkeley im Fachjournal „Nature“ (Band 457, Seite 435), nachdem sie die jahreszeitlichen Wettertrends der ersten und zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts analysierten. Neben der Verschiebung stellten sie auch fest, dass die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter zusehends schwächer ausfallen. Während die Ergebnisse für die Landmassen eindeutig erscheinen, ergab sich für das Meeresklima kein so klares Bild. Den Forschern zufolge lässt sich die saisonale Verschiebung nicht durch natürliche jahreszeitliche Temperaturschwankungen erklären, sondern sei eine Folge der Erderwärmung. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben