Wissen : NACHRICHTEN

Erste Protonen-Zusammenstöße noch in diesem Jahr

Im Large Hadron Collider (LHC) in Genf sollen noch in diesem Jahr die ersten Zusammenstöße von Protonen ausgelöst werden. Das sagte Rolf-Dieter Heuer, Generaldirektor des Cern, am Dienstagabend in Berlin. Der Teilchenbeschleuniger war im September in Betrieb gegangen, musste aber neun Tage später wieder abgeschaltet werden. Aufgrund einer fehlerhaften Lötstelle fing flüssiges Helium an zu kochen und löste eine Explosion aus. Die Reparatur wird umgerechnet bis zu 26 Millionen Euro kosten, ein erneuter Start des LHC ist für den Sommer geplant. Bis dahin soll auch jede einzelne der rund 10 000 Lötverbindungen an allen Magneten überprüft werden. „Ich werde den LHC nicht eher anschalten lassen, bevor ich nicht ruhig schlafen kann“, sagte Heuer. Die Anlage soll dann schrittweise hochgefahren werden. Die maximale Leistung wird sie erst 2010 erreichen. nes

Bisher keine Stammzellen

aus Mensch-Tier-Embryonen

Die umstrittene Forschung an Mensch-Tier-Embryonen scheint auf Hindernisse zu stoßen. Die Embryonen aus menschlichen Zellkernen und Eizellen von Mäusen, Rindern und Kaninchen entwickelten sich nicht bis zum entscheidenden Blastozysten-Stadium, berichten amerikanische Forscher. Erst in diesem Stadium können embryonale Stammzellen gewonnen werden. Schuld seien drei entscheidende Gene, die in den tierischen Zellen nicht aktiv seien, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Cloning and Stem Cells“. Die Forscher hatten gehofft, aus den Hybriden embryonale Stammzellen zu gewinnen, ohne dafür menschliche Embryonen töten zu müssen. Langfristig sollen embryonale Stammzellen helfen, Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson zu erforschen und eines Tages zu therapieren. kkp

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