Wissen : NACHRICHTEN

Forscher finden Reparaturzellen

in kaputtem Knorpel

Mediziner der Universität Göttingen haben in erkranktem Knorpelgewebe eine bisher unbekannte Population von Reparaturzellen entdeckt. Diese Knorpel-Vorläuferzellen eröffneten einen möglichen Reparaturweg bei Problemen am Knie oder in der Hüfte, schreiben die Forscher um Nicolai Miosge im Fachblatt „Cell Stem Cell“ (Band 4, Seite 324). Die Zellen seien nicht in gesundem Knorpel nachzuweisen, sondern erst bei Knorpelschäden im Gelenk. „Der Körper hat offenbar für diesen Fall Heilungsvorgänge in der Hinterhand“, sagte Miosge bei der Präsentation der Ergebnisse.  „Da diese Zellen knorpelähnliches Ersatzgewebe produzieren, könnten sie der Grundstein für eine neue Behandlungsform der Arthrose sein.“dpa

Stammzellen für neue Eizellen

aus erwachsenen Mäusen isoliert

Auch in erwachsenen Mäusen finden sich noch Stammzellen, die zu neuen Eizellen heranreifen können. Das berichtet eine chinesische Forschergruppe im Fachmagazin „Nature Cell Biology“. Ji Wu und sein Team von der Universität Schanghai isolierten Stammzelllinien aus den Eierstöcken von Mäusen und züchteten diese Zellen über 15 Monate hinweg im Labor, ohne dass sich Degenerationen zeigten. Schließlich verpflanzten die Forscher die Zellen in 22 chemisch unfruchtbar gemachte Mäuse. 18 der Tiere bekamen nach einer natürlichen Befruchtung völlig gesunden und ebenfalls fruchtbaren Nachwuchs. Diese Ergebnisse könnten große Bedeutung für die Reproduktionsmedizin haben, glauben die Wissenschaftler. dpa

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