Wissen : NACHRICHTEN

Länder einig bei Hochschulpakt – sperrt sich jetzt das Kanzleramt?

Die Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder haben der Fortsetzung der drei großen Wissenschaftsprogramme am Donnerstag zugestimmt, wie aus Regierungskreisen zu erfahren war. Die Fortschreibung des Hochschulpakts, der Exzellenzinitiative und des Pakts für Forschung und Innovation im Umfang von 18 Milliarden Euro seien ohne Änderungen am Vorschlag der Wissenschaftsminister gebilligt worden. Das letzte Wort haben die Regierungschefs von Bund und Ländern am 4. Juni. Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) zeigte sich noch am Mittwoch sicher, dass dieser Termin eingehalten wird. Nach Informationen des Tagesspiegels hat sich nun aber das Kanzleramt der Position von Finanzministern in Bund und Ländern angeschlossen, eine abschließende Entscheidung sei nicht mehr vor der Wahl möglich. Nach dem Treffen der Staatskanzleichefs mit Kanzleramtsminister Thomas de Maiziére am Donnerstag sei auch ein Termin erst im Dezember im Gespräch. Das sei auch auf Unverständnis bei Unions-Ländern gestoßen, hieß es in Länderkreisen.afk/ddp

Uni Göttingen: „Auf Forschern lastet erheblicher Druck“

Der Skandal um gefälschte Forschungsanträge an der Uni Göttingen ist nach Ansicht ihres Präsidenten Kurt von Figura ein Zeichen für einen „aus den Fugen geratenen Konkurrenzkampf in der Wissenschaft“. Auf den Forschern laste bei der Einwerbung von Drittmitteln „ein erheblicher Druck“, sagte Figura der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Wie berichtet, hatten 16 Wissenschaftler mit gefälschten Publikationslisten bei der DFG eine Nachfolgefinanzierung für einen Sonderforschungsbereich beantragt. „Ich glaube, dass wir zu einer anderen Kultur der Begutachtung kommen müssen“, sagte Figura. Derzeit spiele bei den Publikationen die Quantität eine zu große Rolle, weil das einfacher zu messen sei als die Qualität. ddp

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