Wissen : NACHRICHTEN

Depression: Das Risikogen,

das keines war

2003 glaubten Forscher, eine Genvariante gefunden zu haben, die zusammen mit belastenden Lebensereignissen das Depressionsrisiko erhöht. Jetzt stellt sich heraus, dass diese Erbanlage diese Gefahr doch nicht erhöht. Das ergab eine umfassende Untersuchung der 14 Studien, die sich bisher mit dem Risikogen befassten. Sie erscheint unter Leitung von Kathleen Merikangas vom Nationalen Institut für geistige Gesundheit (Bethesda/USA) heute im Fachblatt „Jama“. Das verdächtige Gen enthält den Bauplan für ein Serotonin-Transportereiweiß. Serotonin ist ein chemischer Bote für bestimmte Nervenzellen im Gehirn, der für das Gefühlsleben wichtig ist. Die „verdächtige“ Spielart des Serotonin-Transportergens ist weniger aktiv und wurde deshalb mit dem Risiko für Depressionen in Verbindung gebracht. wez

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben