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Nanopartikel schädigen Mäusehirne

Nanopartikel können die Hirnentwicklung bei Föten beeinflussen. Das haben japanische Forscher bei Versuchen mit Mäusen herausgefunden. Das Team um Ken Takeda von der Universität in Tokio spritzte trächtigen Mäusen eine Lösung mit Titandioxid-Partikeln der Größe 25 bis 70 Nanometer. Die Aktivität im Gehirn der Jungen wurde anschließend bei Föten und zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Geburt überprüft und mit der vom Nachwuchs unbehandelter Tiere verglichen. Dabei zeigten sich bei hunderten Genen Unterschiede in der Umsetzung, schreiben die Forscher in „Particle and Fibre Toxicology“. Offenbar störten die Partikel die Übersetzung von Erbgutinformationen in Eiweiße. „Unsere Ergebnisse stützen die Befürchtung, dass dieses spezielle Nanomaterial das Potenzial hat, die menschliche Gesundheit zu beeinflussen“, sagte Takeda. Wenige Nanometer (millionstel Millimeter) winzige Titandioxid-Partikel werden etwa in Sonnencremes und für selbstreinigende Oberflächen eingesetzt. Die Forscher weisen darauf hin, dass den Mäusen sehr hohe Dosen Titandioxid gespritzt wurden. Der Effekt sei daher nicht eins zu eins auf die reale Situation übertragbar, sondern nur ein erster Anhaltspunkt.dpa

Studienanfänger jünger

als vor zehn Jahren

Studienanfänger sind heute im Schnitt jünger als früher. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelt. Demnach lag das Durchschnittsalter der Erstsemester an den Hochschulen 2007 bei 21,9 Jahren – 1995 betrug es noch 22,5 Jahre. Bei den Männern sank der Altersschnitt in dieser Zeit um sieben Monate von 22,9 auf 22,2 Jahre, bei den Frauen um fünf Monate von 22,1 auf 21,6 Jahre. Damit verringerte sich auch der Altersunterschied zwischen männlichen und weiblichen Studienanfängern von fast zehn auf rund sieben Monate. dpa

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