Wissen : NACHRICHTEN

Gekaufte Titel: FU weiß weiter nichts/HRK verteidigt Promotion

Der FU ist auch am Montag nichts Näheres über die Ermittlungen wegen Bestechungen in Promotionsverfahren bekannt geworden. Die Kölner Staatsanwaltschaft, derzufolge auch Personal der FU in den Skandal verstrickt ist, sei nicht zu erreichen gewesen, teilte ein Sprecher mit. Unterdessen verteidigte die Hochschulrektorenkonferenz die deutsche Promotion. HRK-Präsidentin Margret Wintermantel erklärte, es gebe ein „konsequentes Mehr-Augen-Prinzip“. Auch würden Versicherungen an Eides statt verlangt. Die Staatsanwaltschaft müsse gegen Verstöße „zügig ermitteln“. NRWs Wissenschaftsministerium teilte mit, wer einen Titel zu Unrecht führe, könne mit bis zu einer halben Million Euro Bußgeld bestraft werden. akü

Gefälschte Studie: Haftstrafe für Zellforscher Hwang gefordert

Mehr als drei Jahre nach Beginn eines Prozesses gegen den als Fälscher entlarvten Klon-Spezialisten Hwang Woo Suk aus Südkorea hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre Haft beantragt. Die Verhandlung habe gezeigt, dass eine fehlgeleitete Auffassung von Forschungsethik und übertriebener Ehrgeiz zur Fälschung von Labordaten und Studien geführt hätten, sagten die Anklagevertreter am Montag vor einem Gericht in Seoul. Der einst als „Volksheld“ gefeierte Hwang ist wegen Betrugs und der Veruntreuung von Forschungszuschüssen angeklagt. Nach Auffassung der Verteidiger ist Hwang unschuldig. Die Hauptverhandlung begann Mitte 2006. Mit dem Urteil wird laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap im Oktober gerechnet. dpa

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