Wissen : NACHRICHTEN

Spaceshuttle bleibt am Boden

Der für den gestrigen Dienstag geplante Start der Raumfähre „Discovery“ zu einem Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation ISS wurde wegen schlechten Wetters abgebrochen. Weil in der Nähe des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral ein Sturm mit Blitzgefahr und tiefhängenden Wolken aufzogen, wurde der Countdown knapp zehn Minuten vor der geplanten Startzeit um 7.36 Uhr (MESZ) gestoppt. Für den heutigen Mittwoch um 7.10 Uhr deutscher Zeit hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa einen neuen Startversuch angesetzt. Startverschiebungen kommen bei der Nasa häufiger vor, was vor allem von den Russen heftig beklagt wird. Sie sehen darin eine Gefahr für die Vollendung der ISS. Immerhin müssen die Spaceshuttles bis zur Einstellung ihrer Flüge im nächsten Jahr noch sieben Mal abheben, um die letzten großen Bauteile zur Raumstation zu bringen.ddp

Südkoreanische Rakete hebt endlich ab, aber Satellit geht verloren

Nach mehreren Versuchen hat Südkorea am gestrigen Dienstag seine erste eigene Trägerrakete ins All geschickt. Nach offiziellen Angaben verlief der Start erfolgreich, ein von der Rakete transportierter Satellit konnte jedoch nicht in die richtige Umlaufbahn gebracht werden. Experten suchten fieberhaft nach der Ursache für die Probleme. Das südkoreanische Fernsehen zeigte Bilder, wie sich kurz nach dem Start um 10 Uhr ( MESZ) der untere Teil der Rakete vom oberen Teil trennte und dessen Triebwerke zündeten. Aus bislang ungeklärter Ursache befindet sich der wenig später im All ausgesetzte Satellit aber 360 Kilometer von der Erde entfernt, gut 60 Kilometer weiter als eigentlich vorgesehen. Aus diesem Grund könnten keine Signale empfangen werden. AFP

Biosprit aus Wassermelonen

US-Forscher haben einen effizienten Weg gefunden, aus Wassermelonen Biosprit zu gewinnen. In den USA werden jedes Jahr rund 20 Prozent der Melonenernte aussortiert, schreiben Wayne Fish vom staatlichen Agrarforschungslabor in Lane (US-Staat Oklahoma) und seine Kollegen im Fachjournal „Biotechnology for Biofuels“. Früchte mit Makeln in der Oberfläche oder in der Form werden einfach untergepflügt. Dieser Ausschuss könnte jedoch etwa 220 Liter Ethanol pro Hektar Anbaufläche liefern. Wassermelonen bestehen im Schnitt zu 60 Prozent aus Fruchtfleisch, 90 Prozent des Fruchtfleischs ist Melonensaft. „Wir konnten zeigen, dass der Saft dieser Melonen eine Quelle leicht fermentierbaren Zuckers ist, ein bislang ungenutzter Rohstoff für die Ethanol-Biotreibstoffproduktion“, sagt Fish.dpa

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