Wissen : NACHRICHTEN

Jonglieren ändert die Verdrahtungen im Gehirn

Jonglieren lernen verändert die „Verdrahtung“ von Nervenzellen im Gehirn. Das berichten britische Forscher im Fachblatt „Nature“. Sie untersuchten mit Hilfe eines Kernspintomografen die Gehirnsubstanz von 48 jungen Erwachsenen, die nicht jonglieren konnten. Die Hälfte unterzog sich daraufhin einem sechswöchigen Training und übte 30 Minuten am Tag. Bei einer erneuten Untersuchung zeigten die Jonglierer klare Veränderungen in der weißen Gehirnsubstanz, über die verschiedene Teile des Gehirns verbunden sind. Der Versuch zeige, dass das Gehirn anpassungsfähig bleibe, schreiben die Forscher. Damit sei die Annahme widerlegt, wonach das Gehirn im Erwachsenenalter unverändert bleibt oder sich sogar zurückbildet. AFP

Auch unter Spinnen gibt es Vegetarier

US-Biologen haben entdeckt, dass sich die mittelamerikanische Spinnenart Bagheera kiplingi überwiegend vegetarisch ernährt. Hauptnahrungsquelle sind protein- und fetthaltige Blattstrukturen von Akazien, die sich entwickelt haben, um Ameisen anzulocken. Die Ameisen nutzen der Pflanze, indem sie Schädlinge abwehren. Die Spinnen ernähren sich ohne Gegenleistung von den Pflanzenteilen, schreiben die Wissenschaftler online im Fachmagazin „Current Biology“. „Bislang glaubte man, dass Spinnen nicht fähig sind, feste Nahrung aufzunehmen“, sagt Christopher Meehan von der Villanova Universität. Räuberische Spinnen spritzen Verdauungssäfte auf gefangene Tiere und saugen danach die so verflüssigte Nahrung auf. wsa

Bei Retortenbabys treten

häufiger Erbschäden auf

Mit künstlicher Befruchtung gezeugte Kinder haben häufiger Erbschäden als natürlich empfangene. Das zeigt die Untersuchung von rund 9000 israelischen Retortenbabys aus den Jahren 1997 bis 2004. Im Vergleich zu natürlich gezeugten Kindern aus den Jahren 2000 bis 2004 waren Erbgutschäden bei ihnen 1,5 Mal so häufig, wie Forscher um Liat Lerner-Geva vom Gertner-Institut bei Tel Aviv berichten. Die genauen Gründe dafür seien unklar. Paare, die eine künstliche Befruchtung brauchten, hätten aber möglicherweise von vornherein häufiger medizinische Probleme. Die In-vitro-Befruchtung umschiffe zudem die natürliche Auslese von Spermien und befruchteten Eizellen bei der normalen Empfängnis. dpa

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