Wissen : NACHRICHTEN

Studie: Jeder zweite Professor

ist kein guter Chef

Die meisten deutschen Professoren sind keine guten Chefs. Zu diesem Ergebnis komme eine neue Studie der Universität Jena, berichtet jetzt die „duz – Deutsche Universitätszeitung“. So hätten 52,4 Prozent der Lehrstuhlinhaber nach Ansicht ihrer Mitarbeiter einen „mittelmäßigen bis miserablen Stil“ beim Umgang mit ihren Untergebenen. Nur rund ein Viertel der Professoren erfüllt laut der Studie die Chefrolle dagegen vorbildlich. Ein weiteres knappes Viertel verfüge zwar nicht über ideale, aber doch „recht gute“ Führungsqualitäten. Die Autoren der Studie, die Psychologen Boris Schmidt und Astrid Richter, befragten an 96 deutschen Hochschulen insgesamt 597 wissenschaftliche und technische Mitarbeiter sowie Sekretärinnen zu den Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten. Professoren blendeten oft aus, dass sie nicht nur Lehrer, Forscher und Gremienmitglied, sondern auch Vorgesetzte seien, sagten Schmidt und Richter der „duz“. Im Gegensatz zur Wirtschaft gäbe es an Unis keine Vorstellung davon, was eine gute Führungskraft ausmache. tiw

Neue Riesenspinne

in Afrika entdeckt

Forscher haben die bislang größte Radnetzspinne der Welt entdeckt. Allerdings erreicht nur das Weibchen der Art Nephila komaci eine XXL-Größe, wie die Wissenschaftler online im Fachjournal „PLoS ONE“ berichten. Die Beinlänge der weiblichen Spinne misst bis zu zwölf Zentimeter, bei einer Körperlänge von knapp vier Zentimetern. Die Tiere spinnen kräftige Netze, die oft einen Radius von mehr als einem Meter haben, erläutert Matjaz Kuntner von der Slowenischen Akademie der Wissenschaften in Ljubljana. Kuntner war im Jahr 2000 in einem Museum in Südafrikas Hauptstadt Pretoria auf ein Exemplar dieser Spinne gestoßen, das nicht den bisher beschriebenen Arten entsprach. Nachdem die Suche nach dieser Spinne erfolglos verlief, galt sie als ausgestorben. Ein Kollege von ihm entdeckte dann im Tembe-Park – in dem Madagaskar gegenüberliegenden südafrikanisch-mosambikanischen Grenzgebiet – ein Männchen und zwei Weibchen der neuen Spinnenart. Damit war klar, dass die Spinne in der Tat einer neu entdeckten Spezies angehörte. dpa

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