Wissen : NACHRICHTEN

Rotkehlchen „sehen“ Magnetfeld

Einige Vögel können die Ausrichtung des Magnetfeldes quasi sehen. Das haben Oldenburger Forscher herausgefunden. Unter der Leitung des Biologen Henrik Mouritsen hatten sie untersucht, wie Rotkehlchen sich auf ihrem Zug in südliche Länder am Magnetfeld orientieren. Ein Teil des Vogelkompasses befindet sich demnach in einem Hirnteil namens Cluster N, der im Bereich der Augen liegt. Die Ergebnisse der Studie präsentiert das Team um Manuela Zapka und Mouritsen im Fachjournal „Nature“. Die Forscher konnten den Kompass der Vögel ausschalten, indem sie den Cluster N deaktivierten. Dass sich die Vögel bei ihrem Zug grundsätzlich am Magnetfeld der Erde orientieren, war schon länger bekannt. Wie sie das genau machen, war aber ein Rätsel. dpa

Seeelefanten schlafen unter Wasser

Seeelefanten können Monate auf See verbringen, ohne zwischendurch an Land kommen zu müssen. Wie sich die Tiere in dieser Zeit ausruhen, haben Meeresbiologen nun herausgefunden. Die großen Robben drehen sich auf den Rücken und lassen sich einfach fallen. Langsam in die Tiefe trudelnd, können Seeelefanten bis zu einer Viertelstunde lang in dieser Position verharren, fanden Yoko Mitani von der Hokkaido-Universität und Kollegen heraus. Dabei scheinen die Tiere tatsächlich zu schlafen, berichten die Forscher im Fachblatt „Biology Letters“. Treffen sie nämlich in dieser Phase auf den Meeresgrund, reagieren sie mitunter erst Minuten später. Mitani und Kollegen fingen sechs Nördliche Seeelefanten, die an der kalifornischen Küste an Land gekommen waren, und legten ihnen eine Art Sensorrucksack an. Nach der Bergung der Geräte konnten sie Bewegung und Lage der Tiere unter Wasser rekonstruieren. JKM

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