Wissen : NACHRICHTEN

Erbleiden Mukoviszidose:

Weniger Geburten nach Gentest

Menschen mit dem Lungenleiden Mukoviszidose haben die Veranlagung für die Krankheit meist zur Hälfte von Vater und Mutter vererbt bekommen. In Italien wurde nun untersucht, welchen Effekt die umfangreiche Suche nach Trägern des Mukoviszidose-Gens auf die Häufigkeit von Kindern mit der Krankheit hat. Ergebnis der im Fachblatt „Jama“ veröffentlichten Studie: Die Zahl der Kinder, die mit Mukoviszidose zur Welt kommen, geht in jenen Regionen viel stärker zurück, in denen nach dem krankmachenden Gen bei den Eltern gesucht wird. Das könnte zum Beispiel daher kommen, dass Eltern mit bekanntem Mukoviszidose-Gen wissentlich auf Kinder verzichten oder aber das Kind im Mutterleib auf das Leiden testen lassen und sich unter Umständen zu einem Schwangerschaftsabbruch entschließen. wez

Alzheimer-Medikament enttäuscht

Nach ersten ermutigenden Ergebnissen waren große Hoffnungen auf den Anti-Alzheimer-Wirkstoff Tarenflurbil gesetzt worden. Diese haben offenbar getrogen, wie eine im Fachblatt „Jama“ veröffentlichte Untersuchung zu Tarenflurbil belegt. Der Wirkstoff konnte bei Patienten mit milder Alzheimer-Krankheit weder den geistigen Verfall noch den Verlust von alltäglichen Aktivitäten aufhalten. Ebenfalls nicht günstig beeinflusst wurden die Lebensqualität der Kranken oder die Bürde für die Pflegenden. Tarenflurbil soll das Anhäufen von Amyloid im Gehirn bremsen. Amyloid ist eine Art Eiweißmüll, der entscheidenden Anteil an der Krankheitsentstehung haben soll. Möglicherweise zwingt diese Studie nun zum Umdenken. wez

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