Wissen : NACHRICHTEN

Hochschulverband: Bologna-Ziele nach zehn Jahren nicht erreicht

Die Beschlüsse der Kultusminister zur Reform des Bologna-Prozesses gehen nach Ansicht des Deutschen Hochschulverbands (DHV) nicht weit genug. DHV-Präsident Bernhard Kempen kritisierte vor allem, dass die Kultusministerkonferenz keine klare Entscheidung beim ungehinderten Zugang zum Masterstudium getroffen habe. Zehn Jahre nach Beginn der „Jahrhundertreform“ seien bereits zwei Akademikergenerationen verschlissen worden, ohne dass auch nur eines der Bologna-Ziele wie bessere Mobilität oder automatische Anerkennung von Studienleistungen erreicht worden sei. Kempen sprach sich dafür aus, Jura, Medizin und Theologie erst einmal nicht auf gestufte Studienmodelle aus BA und MA umzustellen. Die Abbrecherquoten in den Staatsexamensfächern lägen deutlich unter denen der neuen Studiengänge, zudem gebe es „keine befriedigende Antwort“ auf die Frage, welche Betätigungsfelder sich dem Bachelor-Juristen oder -Medizinern eröffnen sollten. DAPD

0 Kommentare

Neuester Kommentar