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Studie: Migrantenkinder besuchen zu selten eine Kita

Zuwandererkinder besuchen seltener eine Kita als Gleichaltrige deutscher Herkunft. Das zeigt eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung. Demnach gehen in Westdeutschland nur 84 Prozent der Migrantenkinder zwischen drei und sechs Jahren in eine Kindertagesstätte. Bei den deutschen Kindern sind es 93 Prozent. Je nach Bundesland gibt es jedoch eine deutlich größere Schere zwischen beiden Gruppen – insbesondere in Schleswig-Holstein. Während hier 91 Prozent der deutschen Drei- bis Sechsjährigen eine Kindertagesstätte besuchen, sind es nur 60 Prozent der Kinder aus Migrantenfamilien. Ähnlich auffällige Unterschiede gibt es demnach in Bayern (95 zu 75 Prozent), Bremen (96 zu 75 Prozent) und Berlin (100 zu 80 Prozent). Für Ostdeutschland liegen der Stiftung zufolge keine repräsentativen Daten vor. Dort sei der Anteil der Zuwandererkinder an der Bevölkerung zu gering. „Wir müssen die Barrieren abbauen, die Kinder aus Zuwandererfamilien heute vom Besuch einer Kindertageseinrichtung fernhalten“, sagte Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung. ddp

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