Wissen : NACHRICHTEN

Hamburg: CDU-Bürgermeister verteidigt sechsjährige Grundschule

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) ist als einer der ersten führenden Unions-Politiker davon überzeugt, dass eine lediglich vierjährige Grundschulzeit zu kurz ist. „Unser System ist falsch“, sagte Beust der „Süddeutschen Zeitung“ und verteidigte die umstrittene Hamburger Schulreform der schwarz-grünen Koalition, die ein sechsjähriges gemeinsames Lernen vorsieht. Der bildungspolitische Ansatz, „wonach es drei Grundtypen gibt – den handwerklich Begabten mit wenig Intellekt für die Hauptschule, den mäßig handwerklich Begabten mit mehr Intellekt, der auf die Realschule geht, und den wenig handwerklich begabten, aber dafür sehr intelligenten Schüler, der Abitur macht – diese Dreiteilung ist Ausdruck veralteten, ständischen Denkens. Das passt nicht mehr in die Zeit.“ Der deutsche Sonderweg, Schüler nach vier Jahren zu trennen, werde in ganz Europa kritisiert. Rückhalt für seine Position habe er auch in der CDU, betonte Beust. Viele erwarteten von ihm, öffentlich den Knoten zu durchschlagen. ddp

Mädchen laut Studie genauso gut in Mathe wie Jungs

Mädchen sind nach einer neuen Studie entgegen vieler Klischees genauso begabt für Mathematik wie Jungen. Wenn sie ebenso gefördert werden und weibliche Vorbilder haben, könnten Mädchen genauso hohe mathematische Leistungen erzielen wie Jungen, heißt es in einer weltweiten Studie der Universität Villanova aus der Nähe von Philadelphia (Pennsylvania). Jungen würden zwar in der Regel bessere Leistungen erzielen. Das liege aber an einem höheren Selbstbewusstsein und einer Überzeugung, dass Mathematik später für den Beruf wichtig sei („Psychological Bulletin“, Band 136, Nummer 1). Die Wissenschaftler der katholischen Universität stützen sich aus Daten aus den Timss- und Pisa-Studien aus dem Jahr 2003. dpa

Tierisches Virus schlich sich vor

Millionen Jahren in menschliche DNS

Das menschliche Genom enthält ein tierisches Virus, das sich vor mindestens 40 Millionen Jahren in unserer Spezies festsetzte, wie Wissenschaftler im Fachblatt „Nature“ berichten. Forscher der Universität Osaka in Japan fanden den Erreger namens Bornavirus im Erbgut. Er wurde erstmals in den 1970er Jahren identifiziert. Die Wissenschaftler unter Keizo Tomonaga verglichen die DNS diverser Säugetiere, darunter Menschen, Affen, Elefanten, Beuteltiere und Nager, um das Virus aufzuspüren. Im menschlichen Genom wurde das Virus sowohl fragmentarisiert als auch in Form zweier Gene gefunden, deren Funktion allerdings unbekannt ist. Der Name des Erregers stammt von der Stadt Borna bei Leipzig, wo 1885 ein komplettes Regiment von Kavallerie-Pferden von einer mysteriösen Krankheit ausgelöscht wurde. AFP

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