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Finanzkrise bedroht Weltbildungsprogramm der UN

Die Weltgemeinschaft droht wegen der Finanzkrise an ihrem Millenniumsziel „Bildung für alle“ zu scheitern. „Wir sind dabei, eine wichtiges Versprechen zu brechen“, warnte der zuständige Unesco-Experte Kevin Watkins jetzt mit Blick auf das im Jahr 2000 von mehr als 160 Ländern verabschiedete Bildungsprogramm. Um bis 2015 Grundschulbildung für alle zu ermöglichen, müsste die Regierung entschlossen handeln. „Durch das Nachbeben der Finanzkrise besteht die Gefahr, dass die Entwicklung im Bereich der Grundbildung in einigen der ärmsten Länder der Erde zum Stillstand gebracht oder sogar umgekehrt wird“, sagte Watkins. Es drohe eine „verlorene Generation“ heranzuwachsen, der die Möglichkeit geraubt werde, durch Bildung der Armut zu entkommen. Im Programm „Bildung für alle“ der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) hatten sich 160 Länder verpflichtet, bis 2015 sechs Bildungsziele zu erreichen. So sollen von da an alle Kinder Zugang zu kostenloser Grundschulbildung erhalten und diese auch abschließen. Die Alphabetisierungsrate unter Erwachsenen, besonders unter Frauen, soll um 50 Prozent erhöht werden. dpa

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