Wissen : NACHRICHTEN

Marsroboter „Spirit“ wird zur Forschungsstation

Der Marsrover „Spirit“ wird nicht mehr rollen. Die Nasa hat ihre Bemühungen aufgegeben, den seit zehn Monaten im Sand steckengebliebenen Roboter zu befreien. Spirit, der wie sein weiterhin mobiler Zwilling „Opportunity“ vor sechs Jahren auf dem Roten Planeten landete, wird nun zu einer Forschungsplattform. Er könne beispielsweise mit seinem Roboterarm den Boden in der Nähe erforschen und beobachten, wie der Wind die einzelnen Partikel bewegt, teilte die Nasa mit. Aber zunächst muss Spirit den Mars-Winter überstehen. Der beginnt dort, wo der Rover festsitzt, im Mai. Durch ein gezieltes Eingraben des rechten Vorderrades könnte die Neigung von Spirit so verändert werden, dass seine Solarpaneele mehr Licht einfängt. dpa

Freilebende Schimpansen sind hilfsbereiter als Artgenossen im Zoo

Schimpansen sind unter Artgenossen in freier Wildbahn deutlich hilfsbereiter als im Zoo. Das berichten Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste beobachteten sie, wie 18 verwaiste Schimpansen von anderen Tieren der Gruppe adoptiert wurden, die Hälfte von Männchen, die außer in einem Fall nicht die leiblichen Väter waren. Die erwachsenen Tiere kümmerten sich über mehrere Jahre intensiv um ihre Pfleglinge. Dies stehe im Widerspruch zu Beobachtungen bei Zootieren, schreiben die Anthropologen im Fachjournal „Plos One“ (Band 5, Artikel e8901). In Zoos sei festgestellt worden, dass die Tiere nur äußerst begrenzt kooperieren oder teilen. dpa

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