Wissen : NACHRICHTEN

Neuer Forschungsansatz

im Kampf gegen Malaria

Wissenschaftler haben einen neuen Ansatz gefunden, um die Tropenkrankheit Malaria zu behandeln. Das Team um John Carlson von der US-Universität Yale entdeckte im Labor mehr als zwei Dutzend kleine Rezeptoren, mit denen die Überträgermücke Anopheles gambiae menschlichen Schweiß ausfindig macht, wie sie in der britischen Fachzeitschrift „Nature“ erklären. „Wir suchen jetzt nach Verbindungen, die mit diesen Rezeptoren zusammenspielen.“ Dann könnte es zum Beispiel möglich sein, die Rezeptoren zu „verstopfen“, sodass die Moskitos den Menschen nicht mehr finden. In einer zweiten Studie machten australische Wissenschaftler den Mechanismus ausfindig, mit dem der gefährlichste Malaria-Erreger, Plasmodium falciparum, die Blutzellen des Menschen befällt. Der Erreger schleust hunderte sogenannte Effektorproteine in die roten Blutzellen, die diese verändern und zugleich den Erreger für das Immunsystem unsichtbar machen, wie es in „Nature“ hieß. AFP

Studie zu Impfung und Autismus zurückgezogen

Das britische Medizinjournal „The Lancet“ hat eine umstrittene Studie zu einem vermeintlichen Zusammenhang zwischen der Masern-Mumps-Röteln-Impfung und Autismus widerrufen. Es habe sich herausgestellt, dass mehrere Teile der Studie inkorrekt seien, teilte das Fachjournal am Dienstag in London mit. Die 1998 veröffentlichte Arbeit werde daher zurückgezogen. In der Folge der Studie war die Impfbereitschaft in Großbritannien und in anderen Ländern gesunken. Für das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, die Masern in Europa auszurotten, bedeutete dies einen herben Rückschlag. Masern sind, vor allem in Entwicklungsländern, eine der häufigsten Todesursachen bei kleinen Kindern.dpa

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