Wissen : NACHRICHTEN

Buchpreis für Tagesspiegel-Autor

Mit dem Preis „Bestes Wissenschaftsbuch 2010“ ist der Tagesspiegel-Autor Thomas de Padova ausgezeichnet worden. Er gewann den vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufenen Preis in der Kategorie Naturwissenschaft/Technik für sein Buch „Das Weltgeheimnis“ (Piper Verlag), in dem es um das Verhältnis von Galileo Galilei und Johannes Kepler geht. Der Preis wurde nach einer Jury-Vorauswahl durch eine Abstimmung ermittelt, an der insgesamt 20 000 Interessierte teilnahmen. Tsp

Genaueste Uhr der Welt tickt

mit Aluminiumion

Nur eine Sekunde Verzögerung in 3,7 Milliarden Jahren. Damit bricht eine optische Uhr in den USA alle Genauigkeitsrekorde. Herzstück der tischgroßen Metallkonstruktion ist ein einzelnes tiefgekühltes Aluminiumion. Es schwebt in einem elektrischen Feld und vibriert mit einer Frequenz im Bereich von UV-Licht – rund 100 000-Mal schneller als die Mikrowellenschwingungen, die bei Atomuhren zum Einsatz kommen. Damit läuft die neue Uhr doppelt so exakt wie der bisherige Rekordhalter mit einem Quecksilberion als Herzstück, berichten Forscher um Chin-Wen Chou im Fachblatt „Physical Review Letters“. Heutige Atomuhren, die die Grundlage für den offiziellen Zeitstandard sind, verlieren etwa alle 100 Millionen Jahre eine Sekunde. wsa

Umwälzen von Meerwasser für Klimaschutz kaum geeignet

Noch ist es eine Idee: Wird nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche eines Ozeans gepumpt, verstärkt es dort das Algenwachstum und kann so große Mengen Kohlendioxid binden. Forscher vom Ifm-Geomar in Kiel haben jetzt die Chancen und Risiken des Verfahrens in einer Computersimulation analysiert. Wie sie in den „Geophysical Research Letters“ berichten, ist der Nutzen im Vergleich zum jährlichen CO2-Ausstoß sehr gering. „Stellt man das Pumpen ein, steigt die atmosphärische CO2-Konzentration sogar über das Niveau, das man ohne den Einsatz der Pumpen erreicht hätte“, sagt Studienleiter Andreas Oschlies. Daher sei das Verfahren kaum eine Lösung des Klimaproblems. nes

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