Wissen : NACHRICHTEN

Kosmische Strahlung hat keinen Einfluss auf die Wolkenbildung

Die Aktivität der Sonne gilt manchen als „vergessener“ Klimafaktor: Je stärker diese ausgeprägt ist, umso weniger kosmische Strahlung erreicht die Erde und umso weniger Wolken werden gebildet. Dem widerspricht ein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. Für sechs kurzzeitige und heftige Sonneneruptionen zwischen 1989 und 2001 haben sie die Veränderung der kosmischen Strahlung mit der Wolkenbedeckung auf Satellitenbildern verglichen. Wie sie in den „Geophysical Research Letters“ berichten, gebe es keinen Zusammenhang. Grund dafür sei, dass es in der Atmosphäre zu wenig Schwefeldioxid gebe, als dass mithilfe der kosmischen Strahlung deutlich mehr Kondensationskeime gebildet werden können. Es sei also unwahrscheinlich, dass diese Strahlung das Klima beeinflusst.nes

Schüler mit Migrationshintergrund sehen sich benachteiligt

Junge Menschen aus Zuwandererfamilien fühlen sich nach einer Umfrage an deutschen Schulen benachteiligt. Wie eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung ergab, hat fast jeder zweite Migrant zwischen 16 und 24 Jahren das Gefühl, schlechtere Chancen als die deutschen Mitschüler zu erhalten. Das Allensbach-Institut befragte im Auftrag der Stiftung Schüler, deren Familien aus Türkei, der ehemaligen Sowjetunion, Polen, Italien, Spanien und Griechenland stammen. Fast 39 Prozent der Befragten machten mangelnde Deutschkenntnisse für ihre Benachteiligung verantwortlich. 37 Prozent sagten, dass ausländischen Kindern die Unterstützung ihrer Eltern bei den Hausaufgaben fehle. KNA

Vortragsreihe zur „Zukunft der Energie“ in der Urania

Passend zum Thema des Wissenschaftsjahres startet die Berliner Urania eine Veranstaltungsreihe. Der Auftakt ist ein Vortrag des Astrobiologen Dirk Schulze-Makuch von der Washington State University. Heute Abend um 19.30 Uhr geht er der Frage nach, unter welchen Bedingungen die Energie im Kosmos Leben hervorbringen kann (Eintritt frei). Bis Ende April sind fünf weitere Vorträge geplant, etwa mit dem Cern-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer, der über die Forschungen mit der „Weltmaschine“ LHC berichtet. nes

DFG-Ombudsfrau zur Präsidentin der Uni Göttingen gewählt

Die Uni Göttingen hat am Mittwoch die Hamburger Biochemikerin Ulrike Beisiegel zu ihrer neuen Präsidentin bestimmt. Der Senat der Uni wählte die Forscherin einstimmig. Beisiegel ist als Ombudsfrau der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für Fragen wissenschaftlichen Fehlverhaltens zuständig, sie ist zudem Vorsitzende der wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats. Beisiegel tritt ihr Amt am 1. Januar 2011 an. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben