Neue Theorie : Wie Mose das Meer teilte

Vielleicht schob ein Sturm das Wasser weg.

von

Das Meer teilte sich und die Israeliten gelangten trockenen Fußes auf die andere Seite. Als ihre ägyptischen Verfolger die Passage erreichten, stürzten die Wassermassen wieder zusammen und das Heer des Pharaos ertrank. So ungefähr ist es im 2. Buch Mose nachzulesen. Manche nehmen die Geschichten der Bibel wörtlich, für andere sind sie Metaphern, die mit Naturgesetzen kaum zu vereinbaren sind, wieder andere halten alles für pure Fiktion.

Zumindest die Wasserdurchquerung ist physikalisch möglich. Das berichten US-Forscher vom Nationalen Zentrum für Atmosphärenforschung und der Universität Boulder online im Fachjournal „Plos One“. Sie untersuchten, inwiefern starker Wind Wasser verdrängen kann. Unter bestimmten Voraussetzungen hätte so vor 3000 Jahren eine Landbrücke im Nordosten Ägyptens entstehen können, zeigt das Computermodell von Carl Drews und Weiqing Han. Damals führte ein Arm des Nils nach Nordosten und mündete in eine Lagune am Rand des Mittelmeers. Die Berechnungen zeigen: Würde dort ein Sturm mit 100 Kilometern pro Stunde von Osten her zwölf Stunden lang wehen, könnte er rund 1,80 Meter tiefes Wasser beiseiteschieben: Zwischen Lagune und Flussarm entstünde eine schlammige Landbrücke. Sobald der Wind aufhört, strömt das Wasser zurück. Die Verfolger, wenn es sie tatsächlich gab, hatten keine Chance.

Autor

2 Kommentare

Neuester Kommentar