Wissen : Noam Chomsky spricht an der FU

Sprachwissenschaftler hält am 23. März Vortrag

Hedwig Goergen

Der bekannte Sprachwissenschaftler Noam Chomsky wird am 23. März um 20 Uhr zum Thema: „Illegal but legitimate: A dubious doctrine for the times“ im Audimax der Freien Universität Berlin sprechen. Der Vortrag des Wissenschaftlers, der Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) lehrt, findet im Rahmen der „Ernst Fraenkel Lecture Series“ mit anschließender Diskussion statt.

Avram Noam Chomsky wurde 1928 in Philadelphia als Sohn des jüdischen Gelehrten William Chomsky geboren. Nach einem Studium der Philosophie und Linguistik an der University of Pennsylvania promovierte er dort 1955 in Linguistik. In seiner Doktorarbeit begann er bereits einige der Ideen zu entwickeln, die er 1957 in seinem Buch „Syntaktische Strukturen“, einem der bekanntesten Werke der Sprachwissenschaft, ausarbeitete.

Seit 1961 lehrt er Linguistik und Philosophie am MIT. Bereits in den 1960er Jahren wurden seine revolutionären sprachwissenschaftlichen Arbeiten weltweit anerkannt. Seine Beiträge zur allgemeinen Sprachwissenschaft förderten den Niedergang des Behaviorismus und den Aufstieg der Kognitionswissenschaft. Gleichzeitig begann Chomsky sich in der Öffentlichkeit politisch zu artikulieren. Seit 1964 protestierte er gegen das Eingreifen der USA in Vietnam. 1969 veröffentlichte er „Amerika und die neuen Mandarine“ eine Sammlung von Aufsätzen über den Vietnamkrieg. Seitdem ist Chomskys Haltung gegenüber der US-amerikanischen Politik ungebrochen kritisch. Heute ist er neben seiner weiter unbestrittenen Bedeutung für die Linguistik zu einem der bedeutendsten Kritiker der US-Außenpolitik, der politischen Weltordnung und der Macht der Massenmedien geworden.

Ort: 23. März, 20 Uhr, Audimax der Freien Universität Berlin, Garystr. 35, 14195 Berlin

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