Osterrätsel 2009 : Des Rätsels Lösung

1. Dian Fossey (1932 - 1985),


US-amerikanische Zoologin und Verhaltensforscherin. 31-jährig hatte sie einen Vortrag des Anthropologen Louis Leakey über Berggorillas gehört. Sie war fasziniert und entschloss sich, Leakey bei seinen Forschungsarbeiten zu unterstützen. 1963 reist sie nach Ostafrika. Erst im Kongo, später in Ruanda, begann sie die Menschenaffen zu erforschen. Sie wurde einer breiteren Öffentlichkeit durch ihr Buch "Gorillas im Nebel" bekannt. Man fand sie schließlich ermordet in ihrer Hütte in Ruanda auf. Jahrelang hatte sie gegen Wilderer gekämpft.

2. Jules Massenet (1842 - 1912),
französischer Komponist. Der in Montaud Geborene studierte am Pariser Konservatorium. Später dann war er dort - von 1878 bis 1896 - selbst Lehrer für Komposition. Sein Stil steht stellvertretend für den französischen Typus der lyrisch-sentimentalen Oper.

3. Dorothea Maria Merian (1678 - 1743),
führte das Werk ihrer Mutter, der großen Naturforscherin, Blumen- und Insektenmalerin Maria Sibylla Merian fort. 21-jährig war Dorothea mit ihrer Mutter nach Surinam gereist. Mutter und Tochter machten sich dort an die Arbeit. Unter dem grünen Dach des Regenwaldes bauten die beiden Frauen ihre Staffelei auf und zeichneten die tropischen Pflanzen und Tiere. Von Dorothea, die der Nachwelt so viele Zeichnungen hinterließ und Bücher herausbrachte, ist kein Abbild bekannt.

4. Ian Hamilton Finlay (1925 - 2006),
ist auf den Bahamas geboren und in Edinburgh gestorben. Er war Lyriker, Schriftsteller, Künstler und ein leidenschaftlicher Gartenkünstler. Manch einer wird ihn als provokanten Bildhauer kennen, der 1987 an der documenta 8 teilgenommen hat. Für viele Briten ist er aber der herausragendste Gartenkünstler seit 1945. Sein kleines Paradies "Little Sparta" südlich von Edinburgh ist in vierzig Lebensjahren zu einem Dichtergarten gewachsen, in dem seine "Ein-Wort-Gedichte" in Stein gemeißelt eine wichtige Rolle spielen.

5. Gertrude Jekyll (1843 - 1932),
englische Malerin, die ihren Beruf infolge eines Augenleidens nicht ausüben konnte. Sie wurde durch ein Selbststudium zur stilprägenden Gartengestalterin des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie lehnte die damals in der Gartengestaltung übliche Mode der "Teppichbeete" ab und war eine der ersten, die vorschlugen, Beete und wegbegleitende Pflanzungen in einer Farbe zu gestalten. Hestercombe Gardens in der Grafschaft Somerset ist einer ihrer berühmtesten heute zu besichtigenden Gärten.

6. Leonhart Fuchs (1501-1566),
Arzt, Philosoph, Botaniker, gilt als einer der Väter der Pflanzenkunde. Über 50 Bücher stammen aus seiner Feder. Besonders große Verbreitung fanden seine Kräuterbücher. Aus der Pflanzenfamilie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) wurde ihm zu Ehren die Gattung Fuchsia nach seinem Namen benannt.

7. Graf Lennart Bernadotte (1909 - 2004),
Sohn von Prinz Wilhelm von Schweden und Großfürstin Maria Pawlowna von Russland und damit Enkel von König Gustav V. von Schweden, war siebzig Jahre lang der Herr der Blumeninsel Mainau. Er hatte die nach dem Ende des zweiten Weltkrieges völlig verwilderte Insel in ein Meer voller Blumen und exotischer Pflanzen verwandelt. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Herausgeber der Zeitschrift "Foto" und Filmproduzent. Er war sogar Oscar-Preisträger: Er erhielt ihn 1951 für die aufwändige Restauration des Dokumentarfilms über Thor Heyerdahls Pazifik-Überquerung mit dem Floß "Kon-Tiki".

8. Vita Sackville-West (1892 - 1962),
britische Schriftstellerin. Mit ihrem Ehemann, dem Diplomaten und späteren Unterhausabgeordneten Harold Nicolsen, legte sie den Park von Sissinghurst Castle an, der bis heute zu den meistbesuchten Englands gehört. Bekannt wurde ihr Roman "All Passion Spent" über das Älterwerden. Für den "Observer" schrieb sie Gartenkolumnen. Ihre Freundin und zeitweise Geliebte Virginia Woolf setzte Vita mit dem Roman "Orlando" ein literartisches Denkmal.

9. Karl Foerster (1874 - 1970),
Staudenzüchter, Schriftsteller und Gartenphilosoph. Er hat in seiner Gärtnerei in Bornim bei Potsdam Gräser und Farne in die Kultur eingeführt, Wildstauden gartenfähig gemacht, und stand- und witterungsfeste Beetstauden gezüchtet. Als Gegengewicht zum Grau der Städte träumte Förster von einem immerwährenden Garten. Er verbreitete seine Vorstellungen in vielen Bücher. Das erste erschien 1911 - über "Winterharte Blütenstauden".

10. Maria de Medici (1575-1642),
zweite Frau des französischen Königs Heinrich IV. und Mutter Ludwigs XII. Sie ließ sich von dem Architekten Salomon de Brosse das Palais du Luxembourg als repräsentativen Witwensitz mit angeschlossenem Park - den Jardin du Luxembourg - errichten. Sie war eine Unterstützerin der Künste.

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