• Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Paläontologie : Schon Dinos balzten mit Schwanzfedern

07.01.2013 16:15 Uhr
Schau her! Künstlerische Darstellung der Balz eines Oviraptoren-Pärchens.Bild vergrößern
Schau her! Künstlerische Darstellung der Balz eines Oviraptoren-Pärchens. - Abb.: Sydney Mohr

Die Urtiere konnten ihre Federn in mehrere Richtungen schwenken. Das zeigen Untersuchungen kanadischer Wissenschaftler.

Je bunter und auffälliger, desto besser – ähnlich wie der Pfau sein Rad schlägt, nutzten offenbar auch schon manche Dinosaurier ihre aufgespreizten Schwanzfedern, um Eindruck zu schinden. Hinweise darauf haben Paläontologen um W. Scott Persons von der Universität von Alberta in Edmonton gefunden, indem sie Knochen- sowie Muskelstruktur verschiedener Vertreter aus der Gattung der „Oviraptoren“ analysierten. Ihre Ergebnisse, die sie im Fachblatt „Acta Palaeontologica Polonica“ darlegen, liefern einen der bislang besten Belege dafür, dass das Federkleid bereits bei den Dinosauriern durchaus auch der Balz diente.

„Dies zeigt, dass Dinosaurier in der späten Kreidezeit mit ihren Federn all das gemacht haben, was auch moderne Vögel heute tun“, sagt Persons.

„Zu dieser Zeit nutzte eine Vielzahl der Dinosaurier Federn zum Fliegen und zur Isolation vor der Kälte.“ Persons und seine Kollegen hatten unterschiedliche Fossilfunde von vier Dinosaurierarten betrachtet. Besonders Augenmerk legten sie dabei auf den Schwanz. Die letzten Wirbel des Schwanzes sind auch bei den Oviraptoren zu einer festen, gezahnten Struktur verschmolzen, an der die Schwanzfedern sitzen. „Diese Struktur nennt man Pygostyl“, erklärt Persons. „Bei modernen Tieren kommt sie ausschließlich bei Vögeln vor.“ Die einzelnen Wirbel an der Schwanzbasis waren dagegen kurz und zahlreich, was auf eine große Flexibilität schließen lässt. Anhand des Aufbaus des Schwanzes moderner Vögel und Reptilien schließt der Paläontologe, dass Oviraptoren große Muskeln besaßen, die weit den Schwanz entlang reichten. Zudem gab es eine ausreichende Zahl an Muskelansatzstellen, so dass es den Tieren möglich war, ihre Schwanzfedern sowohl seitlich als auch von oben nach unten zu schwenken. wsa

Tagesspiegel twittert

Folgen Sie unserer Wissen und Forschen Redaktion auf Twitter:

Kai Kupferschmidt:


Sascha Karberg:


Ralf Nestler:


Jana Schlütter:


Tilmann Warnecke:


Der Tagesspiegel im Sozialen Netz

Empfehlungen bei Facebook

Weitere Themen

Dr. Dollars Diagnose und weitere Artikel aus unserem Gesundheit-Ressort.

Gesundheit