Pentaquark : Cern-Forscher entdecken neues Teilchen

Mithilfe des Beschleunigers LHC haben Physiker ein Teilchen namens Pentaquark entdeckt. Sie sind nicht die ersten, die das behaupten - aber ihrer Sache sehr sicher.

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Pentaquark
Fünferrunde. Die Grafik zeigt eine mögliche Anordnung der fünf Quarks im Pentaquark.Foto: CERN/LHCb Collaboration

Physiker am Europäischen Kernforschungszentrum (Cern) haben ein neues Teilchen namens Pentaquark entdeckt. Dessen Existenz wurde seit Langem vermutet. Mehrere Forschergruppen haben in der Vergangenheit auch vermeintliche Nachweise präsentiert, doch diese erwiesen sich später als unzureichend.
Mithilfe des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider) sei es nun aber gelungen, die extrem kurzlebigen Pentaquarks nachzuweisen, teilte das Cern am Dienstag in Genf mit. Die Wissenschaftler berufen sich auf Messungen des Experiments LHCb. Sie sind sich ihrer Sache sehr sicher, denn sie hätten sich den Teilchen aus verschiedenen Richtungen genähert – und fanden jedes Mal eine Bestätigung, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die Resultate seien an das Fachjournal „Physical Review Letters“ übermittelt worden.

Was hält die Quarks zusammen?

Quarks sind elementare Bausteine der Materie. So bestehen beispielsweise Protonen und Neutronen aus je drei Quarks. Theoretiker vermuten jedoch, dass es Teilchen gibt, die aus bis zu fünf Quarks bestehen. Während die vierzähligen Tetraquarks noch nicht schlüssig nachgewiesen wurden, sind die fünfzähligen Pentaquarks nun offensichtlich dingfest gemacht worden. Wie "Nature" berichtet liegt die statistische Sicherheit bei 9 Sigma, das ist deutlich über 5 Sigma, was als Qualitätskriterium für die Entdeckung des Higgs-Bosons galt.

Mithilfe der neuen Erkenntnisse hoffen Physiker, mehr über die fundamentalen Kräfte zu erfahren, die die Quarks zusammenhalten – und so letztlich die Materie aufbauen.

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