Wissen : PERSONALIEN

Mathematiker Karl Peter Grotemeyer gestorben



Karl Peter Grotemeyer, langjähriger Rektor der Universität Bielefeld und zuvor Professor an der Freien Universität Berlin, ist tot. Der Mathematiker starb am 30. Juli im Alter von 79 Jahren, wie die Freie Universität und die Uni Bielefeld mitteilen. Nach einer vierjährigen Assistentenzeit an der TU Berlin lehrte und forschte Grotemeyer von 1958 bis 1969 als Professor an der FU. Er gründete dort das II. Mathematische Institut, das er auch als Dekan leitete. 1969 wechselte er als Rektor an die Universität Bielefeld. Er wurde als Rektor fünfmal wiedergewählt und führte die Hochschule bis 1992. Die erst 1965 gegründete Reformuniversität baute er so maßgeblich mit auf. Grotemeyer war auch Mitglied des Wissenschaftsrats und des Vorstands der Deutschen Mathematikervereinigung, die ihn 1996 zum Ehrenmitglied ernannte. Ab 1991 kümmerte er sich als stellvertretender Gründungsrektor auch um den Aufbau der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Grotemeyer setzte sich besonders für die Verbesserung des Mathematikunterrichts an Hochschulen und Schulen ein – so hielt er selbst als Rektor noch regelmäßig Vorlesungen und nahm unzählige Prüfungen ab. tiw

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