Polizei auf dem FU-Campus : Gremium fasst Beschluss zu Prüfungen

Die FU Berlin streitet weiter über die erlaubte Zahl von Prüfungswiederholungen und über Anwesenheitspflichten. Die Sitzung des Akademischen Senats (AS) am Mittwoch, bei der die Rahmenordnung für Studium und Prüfungen (RSPO) erneut auf der Tagesordnung stand, wurde von zahlreichen Polizisten begleitet. Augenzeugen berichten, eine Hundertschaft habe den Henry-Ford-Bau schon vor der Sitzung umstellt, zudem hätten etwa 30 Wachleute das Gebäude „mit Ketten verrammelt“. Nur Mitglieder des Gremiums seien zum Sitzungsraum durchgelassen worden. Das Gremium habe dann entschieden, nicht öffentlich zu tagen. Die 50 bis 100 Studierenden, die gekommen seien, um ihren Protest gegen die Pläne des Präsidiums auszudrücken, hätten darum vor dem Sitzungssaal Parolen skandiert wie: „Peter-André Alt holt die Polizeigewalt.“ Inzwischen forderten Studierendenvertreter den FU-Präsidenten Alt zum Rücktritt auf. Einzelne Studierende seien vorübergehend festgenommen worden, hieß es.

Goran Krstin, der Sprecher des FU-Präsidenten, teilte auf Anfrage mit: „Aufgrund angekündigter erneuter Störungen und damit der Zugang für die AS-Mitglieder in den Sitzungssaal sichergestellt werden kann, baten wir vorsorglich um Unterstützung der Polizei.“ Mehrere Sitzungen des Senats zu diesem Thema hatten Studierende bereits gestört, im November hatten Studierende eine Sitzung verhindert.

Im AS wurde am Mittwoch über einen Teilaspekt der seit einem dreiviertel Jahr heftig umstrittenen Ordnung abgestimmt: Die Fachbereiche sollen entscheiden können, ob sie Studierenden, die bei einer Prüfung durchfallen, zwei oder drei weitere Wiederholungen erlauben. Am 6. Februar soll die gesamte RSPO beschlossen werden. akü

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