Wissen : Profs sollen bei Uniwechsel Ablöse zahlen

Ähnlich wie beim Fußball sollen künftig auch für Professoren „Ablösesummen“ festgelegt werden, wenn diese die Hochschule vorzeitig verlassen wollen. Entsprechende Klauseln wollen jetzt Sachsen-Anhalt und Niedersachsen in ihre Hochschulgesetze aufnehmen, berichtet die „Deutsche Universitätszeitung“ (duz) in ihrer aktuellen Ausgabe. So könnten Hochschulen in Berufungsverhandlungen mit Professoren nicht nur eine Mindestvertragsdauer festlegen, sondern auch Rückforderungen für den Fall in Aussicht stellen, dass ein Professor sich vor dem Ablauf der Vertragsdauer von einer anderen Hochschule abwerben lasse. So könnten sich Unis vor Fehlinvestitionen schützen. Denn gerade in den Natur- und Technikwissenschaften können Spitzenwissenschaftler oft nur dann berufen werden, wenn ihnen teure Ausstattungen garantiert werden. „Die Schlacht um die besten Köpfe ist eine Materialschlacht“, erklärte Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Jan-Hendrik Olbertz. Mit der Ablöse solle verhindert werden, dass der Wettbewerb für die Hochschulen zu einem ruinösen Unterfangen werde. Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann sagte: „Als Minister muss ich mit öffentlichen Geldern ordnungsgemäß umgehen. Das bin ich dem steuerzahlenden Bürger schuldig.“ tiw

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