Wissen : Protest für mehr „Respekt“

FU-Bündnis will Alt nicht zum Präsidenten wählen

Das „Wahlbündnis für Demokratie“ der Freien Universität hat angekündigt, bei der Präsidentenwahl am heutigen Mittwoch nicht für den Germanisten Peter-André Alt stimmen zu wollen. Dem Bündnis gehören nach eigenen Angaben etwa ein Drittel der 61 Mitglieder im Wahlgremium der FU an, dem Erweiterten Akademischen Senat, allesamt Mitglieder der nicht-professoralen Statusgruppen.

Das Bündnis habe sich seit dem Wechsel des FU-Präsidenten Dieter Lenzen nach Hamburg „für mehr Transparenz, Vertrauen und Respekt im Umgang miteinander eingesetzt“, heißt es in einer Erklärung vom Dienstag. Es werde aber zunehmend deutlich, dass sich mit dem einzigen noch zur Wahl stehenden Kandidaten Alt das „System Lenzen“ fortsetzen werde: „Die Professorinnen und Professoren sehen keine Notwendigkeit für eine offene inhaltliche Diskussion unter Einbeziehung aller Statusgruppen“ – nämlich vor allem durch eine Aufwertung der Stimmen der nicht-professoralen Uni-Angehörigen in den Gremien. Die vom Wahlbündnis geforderte Umsteuerung an der FU werde „offenbar leider mit einer ,Entmachtung der Professorinnen und Professoren‘ in den Gremien übersetzt“, heißt es in der Erklärung. Das Bündnis kritisiert auch den Vorschlag Alts, Kurse der FU an Hochschulen im Ausland zu verkaufen. Das werde den „Ausverkauf einer öffentlichen Einrichtung bewirken“.

Die Mitglieder des Wahlbündnisses wiederholen ihre Kritik am Wissenschaftssenator. Sein „Preismodell“ dränge die Universitäten „in einen ruinösen Wettbewerb“. akü

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