QUASTENFLOSSER : Genügsames Kraftpaket

Die bis zu 100 Kilogramm schweren Quastenflosser führen ein eher gemächliches Leben. Gehen sie nachts auf Beutefang, lassen sie sich mit der Strömung langsam in die Tiefe treiben. Entdecken sie Beute, scheinen sie zu

explodieren
: Mächtige Schläge der Schwanz- und Rückenflosse katapultieren das Tier nach vorn. Blitzartig reißt es sein Maul auf. So entsteht ein starker Unterdruck, der vor allem kleinere Fische ohne eine Chance auf Gegenwehr ins Maul saugt.

Insgesamt sind Quastenflosser sehr genügsam. Sie benötigen nur 10 bis 20 Gramm Beute pro Tag. Das ist weniger als ein Prozent der Energie, die ein gleich großer Thunfisch verbrennt, hat Hans Fricke von der LMU München ausgerechnet. Gemeinsam mit den Kieler Forschern Karen Hissmann und Jürgen Schauer beobachtet er seit 1986 diese lebenden Fossilien. Das Team hat auch die Proben geliefert, aus denen jetzt das Erbgut der Quastenflosser ausgelesen wurde. RHK

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