Ranking : FU Berlin unter den hundert besten Unis der Welt

Nach einem neuen Ranking gehört die Freie Universität Berlin erstmals zu den besten hundert Universitäten der Welt. Insgesamt schaffen es nur vier deutsche Unis in die Top 100. Sieger ist wie im Vorjahr Harvard.

Tilmann Warnecke

Die Freie Universität Berlin gehört zu den besten hundert Hochschulen der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt das neue Welt-Ranking der britischen Zeitschrift „Times Higher Education“, das am heutigen Donnerstag veröffentlicht wird. Mit Platz 94 macht die FU im Vergleich zum Vorjahr 43 Plätze gut und ist nach der Technischen Universität München (Rang 55) und der Universität Heidelberg (Rang 57) drittbeste deutsche Hochschule. Die FU schaffte damit unter den platzierten Hochschulen den größten Sprung im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Ludwig-Maximilians-Universität München platziert sich mit Rang 98 unter den ersten hundert. Die Humboldt-Universität und die Technische Universität Berlin sind dagegen unter den besten Hundert nicht vertreten.

Weltbeste Universität ist laut der Rangliste Harvard, gefolgt vom britischen Cambridge, das um einen Platz nach oben klettert. Dahinter rangieren Yale sowie das University College London, das Imperial College London und Oxford. Erst auf Platz 17 folgt mit der Australian National University die erste Hochschule, die nicht in den USA oder in Großbritannien liegt. Beste kontinentaleuropäische Hochschule ist die ETH Zürich auf Platz 20. Der Spitzenreiter aus Asien ist die Universität Tokio (Rang 22).

In das jährlich erscheinende Ranking flossen die Urteile von 9400 Wissenschaftlern und 3300 Unternehmensvertretern ein. Gewertet wurde auch, wie hoch der Anteil von internationalen Studierenden und Forschern an einer Universität ist und wie viele Studierende von einem Professor unterrichtet werden. Eine Rolle spielte zudem, wie oft die Wissenschaftler einer Universität in Fachmagazinen zitiert werden. Die Dominanz der anglo-amerikanischen Hochschulen in den Top Zwanzig könnte sich auch daraus erklären, dass der Anteil der in den USA und Großbritannien befragten Experten relativ hoch ist.

Allerdings konstatiert das „Times Higher Education“-Magazin auch, dass ungeachtet der Top-Platzierungen der US-amerikanischen Unis deren Vormachtstellung „in Gefahr“ sei. Statt 42 nordamerikanischen Hochschulen wie im Vorjahr kommen jetzt nur noch 36 in die Top 100. Asien und Europa können dagegen mit ihrer Präsenz zulegen. Das reflektiere „den wachsenden Einfluss“ der beiden Kontinente in der Wissenschaft, heißt es in einer Mitteilung des Magazins. Mittel- und Südamerika und Afrika sind dagegen gar nicht in dem Ranking vertreten, ebenso wenig wie der südasiatische Subkontinent. Aus China schaffen es zwei Universitäten in die Rangliste.
Abgesehen von Großbritannien, das auf 18 Hochschulen kommt, ist Deutschland gemeinsam mit der Schweiz in Europa am besten vertreten. Beide Länder haben vier Universitäten in der Rangliste. Frankreich kommt auf zwei Platzierungen.

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