Raumfahrt : Erst Shuttle, dann Mondsonden

Am Mittwoch um 11.40 Uhr (MESZ) soll die Raumfähre „Endeavour“ mit Kurs zur Internationalen Raumstation abheben. Einen Tag später will die Nasa zwei unbemannte Mondsonden auf die Reise schicken.

Ralf Nestler

Die Endeavour sollte bereits am Sonnabend vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) abheben. Doch wegen eines Lecks im Treibstofftank wurde der Countdown gestoppt. Wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilt, seien die Probleme gelöst, so dass der Shuttle am Mittwoch abheben kann - vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Durch den neuen Abflugtermin für Endeavour verzögert sich der Start einer Atlas-V-Rakete, die bereits mit zwei unbemannten Mondsonden bestückt ist. Sie soll nun am späten Donnerstagabend (MESZ) abheben. Mit den beiden Satelliten will die Nasa den Erdbegleiter genauer untersuchen. Der „Lunar Reconnaissance Orbiter“ soll den Mond in rund 50 Kilometer Höhe umkreisen und eine dreidimensionale Karte der Oberfläche erstellen. Diese soll helfen, Landeplätze für künftige bemannte Missionen zu identifizieren. Wenn alles klappt, dürften am 20. Juli, dem 40. Jahrestag der bemannten Mondlandung, erste Bilder vorliegen.

Die zweite Sonde ist der „Lunar Crater Observation and Sensing Satellite“. Damit wollen die Nasa-Forscher unter anderem herausfinden, ob es in den Mondkratern am Südpol Wassereis gibt. Die Täler sind dort so tief, dass die Sonnenstrahlen die Sohle nicht erreichen. Möglichwerweise, so die Hoffnung der Wissenschaftler, hat sich bei den geringen Temperaturen Eis erhalten.

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