Raumfahrt : Wetter und Technik spielen mit: "Atlantis" kann starten

Das amerikanische Space-Shuttle soll heute nach dreimonatiger Verzögerung zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Die Crew der "Atlantis" wird neue Sonnensegel an der ISS anbringen.

US-Shuttle Atlantis Foto: dpa
US-Shuttle "Atlantis" auf der Startrampe in Cape Caneveral.Foto: dpa

Cape CanaveralNach Pleiten, Pech und Pannen vor den vorangegangenen Starts haben dieses Mal bislang Wetter und Technik mitgespielt: Die US-Raumfähre "Atlantis" soll am Freitagabend um 19.38 Uhr Ortszeit (01.38 MESZ) mit dreimonatiger Verzögerung vom US-Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida abheben. Die "Atlantis" fliegt mit sieben Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS, die in einer Entfernung von rund 350 Kilometern um die Erde kreist. Die Raumfähre soll an diesem Sonntag um 21.36 MESZ an der Raumstation ankoppeln.

Während des elftägigen Weltraumeinsatzes soll die "Atlantis"-Crew ein 17,5 Tonnen schweres Segment mit einem Paar neuer Sonnensegel an der rechten Seite der ISS anbringen. Der erste von insgesamt drei geplanten Außeneinsätzen im All beginnt bereits am Montag. Mit der Raumfähre wird dann auch die US-Langzeitastronautin Sunita Williams zur Erde zurückkehren, die seit Anfang Dezember auf der ISS lebte und arbeitete.

Drei weitere Shuttle-Flüge folgen

Nach schweren Gewittern über Florida zur Wochenmitte ging die NASA davon aus, dass das Wetter zu 80 Prozent einen Start erlaubt. Sollte dennoch ein Sommergewitter über Cape Canaveral aufziehen, hat die US-Raumfahrtbehörde bis zum 19. Juni weitere Startmöglichkeiten für den Space-Shuttle.

Die "Atlantis" sollte eigentlich bereits vor drei Monaten starten. Ein Hagelsturm mit Golfball großen Körnern beschädigte aber Ende Februar den rund 50 Meter hohen Außentank so stark, dass er repariert werden musste. Bereits im September vergangenen Jahres hatten Unwetter und technische Probleme zu mehrfachen Startverschiebungen geführt.

Es ist der erste von vier Shuttle-Flügen in diesem Jahr. Die Betreiber der Raumstation konzentrieren sich jetzt vor allem darauf, die Energieversorgung auf der ISS zu verbessern. Im Dezember soll das europäische Weltraumlabor "Columbus" angedockt werden. Danach wird Anfang kommenden Jahres an der ISS das japanische Forschungsmodul "Kibo" angebracht. (mit dpa)

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