RETTUNG FÜR DIE HAUPTSCHULE? : Qualitätsoffensiven in CDU-Ländern

Man kann die Hauptschule abschaffen, aber nicht die Hauptschüler: Diese These steht hinter Initiativen in CDU-regierten Ländern, die Hauptschule beizubehalten – und zu stärken. Baden-Württemberg hat 2007 ein 26-Millionen-Euro-Programm gestartet – gegen den erklärten Widerstand von Hauptschulrektoren. Unter anderem mithilfe von Pädagogischen Assistenten sollen die Hauptschüler individuell gefördert und vor allem in Kernfächern wie Deutsch und Mathematik ausbildungsfähig gemacht werden. An bis zu zwei Tagen pro Woche sollen die Schüler in der 8. und 9. Klasse in Betrieben lernen. Gleichzeitig will auch Baden-Württemberg die Kooperationen mit Realschulen stark ausbauen, um guten Hauptschülern den Weg zur mittleren Reife zu ebnen. Nordrhein-Westfalen hat Anfang des Jahres die „Qualitätsoffensive Hauptschule“ gestartet – mit verkleinerten Klassen, individueller Förderung und praxisorientierter Pädagogik. Auch Bayern will die von einem Drittel aller Schüler besuchte Hauptschule zur „berufsorientierten Schule“ ausbauen. -ry

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