Wissen : Ring frei für Runde zwei

Die TU Berlin möchte mit drei neuen Projekten bei der Exzellenzinitiative punkten

Fred Winter

Nach dem Erfolg in der ersten Runde wartet die TU Berlin mit neuen Spitzenprojekten für die Exzellenzinitiative auf. Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden drei weitere Antragsskizzen eingereicht, über deren Finanzierung nun in der zweiten Runde entschieden wird.

So wollen die Energieforscher der TU Berlin eine neue Generation von Gas- und Dampfturbinen entwickeln, die auch Kraftstoffe verbrennen kann, die aus Mais, Raps oder Wasserstoff hergestellt wurden. Je nach Art und Reinheitsgrad des Treibstoffes muss die Turbine optimiert werden, um die Energie möglichst gut umzusetzen: mit hohem Wirkungsgrad und wenig Abgasen – entweder in großen Kraftwerken oder kleinen Energieerzeugern für Wohngebäude.

In diesem Projekt arbeitet die TU mit der Brandenburgisch-Technischen Hochschule in Cottbus und mehreren außeruniversitären Instituten zusammen, darunter das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik in Berlin-Charlottenburg. Das Ziel ist es, Berlin und Brandenburg zu einer herausragenden Wirtschaftsregion in der Triebwerkstechnik zu entwickeln.

Beantragt wurden auch zwei Graduiertenschulen, um angehende Physiker, Ingenieure und Sozialwissenschaftler zu fördern. Die Physiker beispielsweise wollen ihr Fach mit Technologie verknüpfen, um Ideen aus der Forschung möglichst schnell in Erfindungen umzusetzen – in Nanotechnik, Röntgenoptik oder Elektronik. Jeweils zwei ausgewiesene Wissenschaftler nehmen ein Nachwuchstalent unter ihre Fittiche: einer aus der Universität selbst und einer aus einem der zahlreichen TU-Partnerinstitute, etwa dem Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik in Adlershof oder dem Hahn-Meitner-Institut in Dahlem. Während ihrer Promotion sollen die jungen Physiker auch ins Ausland gehen.

In der zweiten Graduiertenschule geht es um urbane Ballungszentren. Diesen Antrag stellen die TU und die Humboldt-Universität gemeinsam. Angesichts wuchernder Megastädte und wandernder Völkerströme sind kulturelle Integration, Schonung der Ressourcen und urbane Lebensqualität wesentlich für die Zukunft der Zivilisation. Die Ausbildung junger Doktoranden zielt auf Spitzenforscher und künftige Entscheider in Politik und Wirtschaft.

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