Runder Tisch : Grüne Gene: Dialog soll weitergehen

25 Vertreter von Forschung, Wirtschaft, Interessenverbänden und Kirchen haben in Berlin über Grüne Gentechnik beraten. Die Diskussion sei "leidenschaftlich, intensiv und fair" gewesen, sagten die zuständigen Ministerinnen - und dennoch nur ein Anfang.

Berlin„Wir müssen das Potenzial der Gentechnik nutzen, aber zugleich die Risiken ernst nehmen und Akzeptanz schaffen.“ Das sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) nach dem ersten Runden Tisch zum Thema „Grüne Gentechnik“, der am Mittwoch in Berlin stattfand. Zu dem Treffen waren 25 Vertreter von Forschung, Wirtschaft, Interessenverbänden und Kirchen eingeladen worden. Vorausgegangen war eine heftige Debatte über mögliche Gefahren gentechnisch veränderter Pflanzen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte im Frühjahr den Anbau der Maissorte „Mon 810“ untersagt, was von Schavan und von Experten heftig kritisiert worden war.

Bei dem Runden Tisch wurde vor allem darüber gesprochen, wie mit der Grünen Gentechnik der Energie- und Nahrungsbedarf einer zunehmenden Weltbevölkerung gedeckt werden kann. Die Diskussion sei „leidenschaftlich, intensiv und fair“ gewesen, berichteten Schavan und Aigner. Man sei sich rasch einig gewesen, dass die Gentechnik, die robuste und leistungsstarke Pflanzen hervorbringen soll, nur einen Teil dazu beitragen könne. Ebenso wichtig seien stabile politische Voraussetzungen sowie eine sichere Wasserversorgung.

„Der Runde Tisch ist der Beginn eines notwendigen Dialogs über die Zukunft der Grünen Gentechnik“, sagte Aigner. Man müsse dringend die Zweifel an den entsprechenden Methoden klären. (nes)

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