• Russlands Pläne im All: Eine eigene Raumstation, Mars-Missionen und endlich Kosmonauten zum Mond bringen

Russlands Pläne im All : Eine eigene Raumstation, Mars-Missionen und endlich Kosmonauten zum Mond bringen

Russland gehört zu den wichtigsten Partnern der Internationalen Raumstation (ISS), hat aber angekündigt, 2024 aus dem Projekt auszusteigen.

Gerhard Kowalski
Exo-Mars
Zweimal zum Mars. Bei "Exo-Mars" soll 2016 ein Orbiter gestartet werden, der zudem ein Element enthält, das eine sichere Landung...Foto: ESA

Bereits 2023 soll nach dem Willen von Präsident Wladimir Putin eine neue russische Raumstation gebaut werden. Als Grundlage könnten dabei zwei oder drei Module dienen, die in den kommenden Jahren eigentlich das russische ISS-Segment vervollständigen sollten. Im Zusammenhang mit den schmerzhaften westlichen Sanktionen sucht Russland nun Partner für das Vorhaben und hat dabei vor allem die Brics-Staaten sowie weitere Entwicklungs- und Schwellenländer im Blick. Putin begründet die Notwendigkeit einer eigenen Raumstation mit dem Hinweis, dass aus der ISS lediglich fünf Prozent seines Riesenreiches einzusehen seien.

Der weitere Weltraumfahrplan steht zeitlich noch nicht fest, da das Kosmosprogramm für die Jahre 2016-25 noch nicht beschlossen ist. Sicher sind die Exo-Mars-Missionen 2016 und 2018, die gemeinsam mit der europäischen Raumfahrtagentur Esa erfolgen.

Darüber hinaus hat Russland bis 2025 vor allem den Mond, den Mars sowie kleinere Himmelskörper im Blick. Eine bemannte Mondlandung wird erst nach 2029 ins Auge gefasst. Zuvor soll es nach der bisherigen Planung fünf Robotermissionen geben. Dabei geht es darum, die besten Landeplätze zu erkunden und auch Mondgestein auf die Erde zu holen.

Mehr über die russische Raumfahrt und darüber, wie sie aus der Krise geführt werden soll, lesen Sie hier.

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