SCHADSTOFFE : Die Luft über den Wipfeln wird besser

In Deutschland sind rund elf Millionen Hektar von Wald bedeckt, das entspricht 31 Prozent der Gesamtfläche. Nur ein Drittel der Bäume hat intakte Kronen, bei allen anderen sind das Laub beziehungsweise die Nadeln sichtbar geschädigt. Doch saurer Regen kann die Baumschäden alleine nicht erklären. Selbst auf Lössböden mit hohem Kalkanteil, die Säureeinträge rasch neutralisieren, leiden die Laubwälder. Mittlerweile ist klar: Auch Insekten, Pilze oder Sommertrockenheit können den Bäumen zusetzen. Ein weiteres Problem ist der Eintrag von zu viel Stickstoff aus Abgasen und landwirtschaftlichen Düngern, die den Nährstoffhaushalt der Wälder verändern.

Immerhin nimmt der Ausstoß von Luftschadstoffen ab. Nach Angaben des Umweltbundesamtes sind die Emissionen von Schwefeldioxid hierzulande in den vergangenen 15 Jahren um rund 90 Prozent gesunken. Bei den flüchtigen Kohlenwasserstoffen (ohne Methan) betrug der Rückgang rund 65 Prozent, bei Ammoniak 16 Prozent. W.S.

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