Wissen : Schavan will mehr Geld für Studienplätze

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will zusätzlich 400 Millionen Euro zur Schaffung neuer Studienplätze ausgeben. Das sagte Schavan am Montag nach einer Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern in Berlin. Statt der 91 000 neuen Studienplätze, die ursprünglich bis Ende des laufenden Jahres mit Mitteln des Hochschulpakts geschaffen werden sollten, seien bereits 100 000 Plätze entstanden. Darum sei zusätzliches Geld nötig, sagte Schavan. Die Länder wollten ebenfalls 400 Millionen Euro zusätzlich beisteuern, sagte der Vize-Vorsitzende der GWK, Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD).

Ob die Wünsche der Wissenschaftsminister in Erfüllung gehen, bleibt allerdings abzuwarten. Am Montag Abend war nicht zu ergründen, inwieweit die Finanzminister der Länder bereits in die Pläne eingeweiht sind. Schavan selber habe die Summe für den Bundeshaushalt 2011 angemeldet, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage mit. Über diesen Haushalt wird ab dem Sommer im Kabinett beraten.

Für den ersten Hochschulpakt, der von 2007 bis 2010 läuft, wollte allein der Bund ursprünglich 565 Millionen Euro ausgeben. Für eine Auslauffinanzierung stehen 440 Millionen Euro bereit, diese Summe soll jetzt nach den Wünschen Schavans auf 853 Millionen vom Bund angehoben werden. Die Länder sollen genauso viel beisteuern.

Annette Schavan kündigte an, bis Juni ihren „Qualitätspakt Lehre“ konkretisieren zu wollen. Dafür sollen zur Verbesserung der Lehre bis zum Jahr 2020 zusätzlich zwei Milliarden Euro zur Verfügung stehen. In einem Wettbewerb sollen dabei bundesweit Hochschulen „in einem möglichst breiten Ansatz“ gefördert werden. tiw

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