SCHUTZ VOR BLITZEN : Hohe Bäume – bloß nicht!

WIE ER ENTSTEHT

Auslöser sind Aufwinde in der Wolke. Durch sie stoßen Wassertröpfchen und Eiskristalle aneinander und ionisieren sich. Der Blitz ist der Ladungsausgleich, bei dem die negativ geladenen Anionen zur positiv polarisierten Erdoberfläche streben. Die vier bis fünf Hauptentladungen von jeweils 0,4 Millisekunden nehmen wir als Flackern des Blitzes wahr. Dieser Vorgang setzt mehr als 100 Millionen Volt frei – die Spannung einer Steckdose beträgt 230 Volt.

WAS TUN?

Die drei Brandenburger Bauarbeiter, die zu Pfingsten dieses Jahres unter einem Bagger Gewitterschutz suchten, begingen einen folgenschweren Fehler. Der Blitz schlug in den Bagger ein, sprang von dort aus auf sie über, und sie starben. Generell gilt: Zu meiden sind hohe Objekte wie Bäume – entgegen dem Merkspruch, dass man Linden finden solle – und auch Seen und feuchter Grund. Denn Wasser ist sehr leitfähig. Ist man im Wald, am besten auf einer Lichtung hinkauern, die Füße dicht beieinander, um die Schrittspannung zu minimieren. Hinlegen sollte man sich nicht, denn es gilt: So wenig Bodenkontakt wie möglich. Ganz in Sicherheit ist man in geschlossenen Autos, Zügen oder Flugzeugen.

Elektrogeräte in der Wohnung sollte man nicht nur ausschalten, sondern auch ihre Stecker ziehen. Sonst kann noch ein Blitzschlag in anderthalb Kilometern Entfernung eine Überspannung verursachen und die Geräte schädigen. rik

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