Semestergebühren : Studieren auf Gutschein

Bund und Länder sollen fünf Milliarden Euro in einen Gutscheintopf bezahlen und jeden Studierenden mit Gutscheinen ausstatten. Dadurch würden die Länder wieder mehr in den akadmischen Nachwuchs investieren.

Bund und Länder sollen Studenten mit Studiengutscheinen ausstatten, die diese an einer Hochschule ihrer Wahl einreichen können. Das schlägt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vor, „um es den Bundesländern schmackhaft zu machen, wieder mehr in den akademischen Nachwuchs zu investieren“. In den Gutscheintopf sollten Bund und Länder jährlich fünf Milliarden einzahlen. Die Hochschulen würden sich durch die Einlösung der Gutscheine refinanzieren. Gleichzeitig sollten die Studierenden verpflichtet werden, 2500 Euro Gebühren im Jahr zu zahlen; für die Hochschulen ein weiterer Anreiz, um Studenten zu werben.

Das IW schlägt vor, dass diejenigen Länder mehr in den Topf einzahlen sollen, die am meisten von der akademischen Ausbildung profitieren. Denn jeder Absolvent trage mit seiner Arbeitsleistung zur Wirtschaftskraft dort bei und zahle meist überdurchschnittlich viel Steuern. Das gelte etwa für Bayern, das weniger Akademiker ausbilde, als es beschäftige. Nordrhein-Westfalen dagegen biete 23,8 der Studienplätze an, in dem Land lebten und arbeiteten aber nur 21 Prozent der Akademiker. Daher sollte NRW weniger zahlen. Über den Bedarf an Akademikern hinaus bildet auch Berlin aus. (ry)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben