Senatorin Scheeres wechselt Staatssekretär : Knut Nevermann geht, Steffen Krach kommt

Berlins Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) entlässt ihren Staatssekretär Knut Nevermann. Sein Nachfolger wird Steffen Krach, der seit Jahren in der Senatsverwaltung für Wissenschaft tätig ist.

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Knut Nevermann kam 2010 als Wissenschaftsstaatssekretär nach Berlin.
Knut Nevermann kam 2010 als Wissenschaftsstaatssekretär nach Berlin.Foto: Promo

Angeblich will Scheeres den Wechsel im Amt des Regierenden Bürgermeisters nutzen, um in der Position des Staatssekretärs eine „längerfristige Perspektive“ zu haben, denn Nevermann wird in Kürze 71 Jahre alt. „Krach ist eine gute Wahl“, sagte Nevermann dem Tagesspiegel am Donnerstagvormittag auf dem Weg zum Abgeordnetenhaus.

Steffen Krach soll neuer Staatssekretär für Wissenschaft werden.
Steffen Krach soll neuer Staatssekretär für Wissenschaft werden.Foto: Promo

Vor Krach liegen eine Reihe von Aufgaben: Vermutlich wird das Gesetz für das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) am kommenden Dienstag den Berliner Senat passieren - doch dann muss Krach den Gesetzentwurf durchs Abgeordnetenhaus begleiten. Außerdem stehen Haushaltsberatungen an - die Berliner Hochschulen wünschen sich, dass die frei gewordenen Bafög-Millionen von je nach Rechenweise 65 Millionen bis 85 Millionen Euro in ein Investitionspgrogramm fließen. Auch sonst muss Krach Scheeres helfen, den Stau beim Hochschulbau aufzulösen. Nevermann nennt als weitere Projekte die Ausstattung des Deutschen Herzzentrums und die neue Berliner School of Public Health der Charité, der Alice-Salomon-Hochschule und der TU Berlin.

In Nevermanns Amtszeit fiel die Hochschulverträge für die Berliner Hochschulen, die die Finanzen bis 2017 regeln: „Da wurde viel diskutiert, aber es ist ganz gut gelaufen.“ Die Einstein-Stiftung sei finanziell zwar nicht so gut weggekommen wie gewünscht, aber immerhin sei sie gut gesichert. Auch die Gründung des BIG sei „ein langer Kampf“ gewesen, sagte Nevermann. Ins Amt kam er im November 2010, gerufen vom damaligen Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD). Zuvor war Nevermann unter anderem Staatsrat in der Hamburger Kulturbehörde und Staatssekretär im sächsischen Wissenschaftsministerium.


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