• SONNENSCHUTZ: Cremes halten die schädliche Strahlung zurück – aber nicht vollständig

SONNENSCHUTZ : Cremes halten die schädliche Strahlung zurück – aber nicht vollständig

Die meisten Cremes enthalten Chemikalien wie Benzophenon, die UV-Strahlen lokal auf der Haut in Wärme verwandeln. Aromatische Verbindungen können allerdings Allergien auslösen. Deshalb haben einige Hersteller auf einen chemischen Sonnenschutz verzichtet. Sie setzten ausschließlich auf physikalischen Schutz durch Pigmente. Titandioxid und Zinkoxid beispielsweise wirken als winzige Partikel wie ein Spiegel. Nachteil: Vor allem UV-A-Strahlung wird nicht zuverlässig reflektiert. Die EU-Kommission fordert, dass das Verhältnis von UV-A- und UV-B-Schutz mindestens 1:3 betragen soll. Derartige Sonnencremes dürfen dann ein entsprechendes UV-A-Logo tragen.

Auf den Packungen wird oft der Lichtschutzfaktor angegeben. Er wird durch die Konzentration der Inhaltsstoffe bestimmt und definiert, um wie viel länger man in der Sonne bleiben kann, ohne eine Hautrötung zu bekommen. Die Gesamtdauer ist dabei je nach Hauttyp verschieden. Der irreführende Begriff „Sunblocker“ ist inzwischen verboten, weil eine Creme das Sonnenlicht niemals vollständig zurückhalten kann. Auch Zahlenangaben wie „Faktor 20“ sind nur scheinbar präzise. Stattdessen sollen die Begriffe „Basis“, „mittel“, „hoch“ und „sehr hoch“ verwendet werden. In jedem Fall muss ausreichend gecremt werden. Empfohlen werden mindestens 30 Milliliter für den ganzen Körper. Eine 100-Milliliter-Tube reicht also nur für drei Sonnenbäder.

Außerdem verlieren selbst angeblich wasserfeste Cremes nach dem Schwimmen und Abrubbeln einen Teil ihrer Schutzwirkung.

Bei Kleinkindern ist die Hornschicht dünn, wodurch die natürliche UV-Filterwirkung der Haut gering ist. Der starke UV-Schutz einer dicken Hornschicht wird an Handflächen und Fußsohlen deutlich, an denen sich praktisch nie ein Sonnenbrand entwickelt. Außerdem ist bei Kindern das Pigmentsystem noch nicht voll entwickelt. So bleibt der einzig sichere Sonnenschutz bei Kindern die Kleidung: lange Ärmel, lange Hose und eine Mütze mindestens zwischen elf und vier Uhr. Babyhaut sollte nie direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. hei

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