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Die TU Berlin und das Hahn-Meitner-Institut planen ein Forschungszentrum für dünne Schichten

Fred

Das Hahn-Meitner-Institut (HMI), die TU Berlin und mehrere Unternehmen haben sich darauf geeinigt, ein neues Forschungszentrum für Photovoltaik zu gründen. Sie wollen mit Dünnschichttechnik und Nanotechnologie kostengünstigere Solarzellen entwickeln.

Mitte Februar unterzeichneten sie eine Absichtserklärung. Beteiligt sind auch die TSB Technologiestiftung Berlin und die Wista Management GmbH, die den Wissenschaftspark im Stadtteil Adlershof betreibt. „Forschung in den erneuerbaren Energien gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben“, mit diesen Worten unterstützte Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, die Idee. „Durch die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft ist das Projekt ein beispielhafter Baustein der Hightech-Strategie, mit der sich die Bundesregierung dem weltweiten Innovationswettbewerb stellt.“

Das Hahn-Meitner-Institut hat eine der größten Forschergruppen zur Solartechnik in Deutschland. Die TU Berlin will die Energieforschung zu einem Topthema ihres Spektrums machen. Dabei spielen erneuerbare Energien wie die Photovoltaik eine zentrale Rolle. Der Wissenschaftspark in Berlin-Adlershof beherbergt bereits mehrere Solarfirmen, darunter die Solon AG und Sulfurcell GmbH, deren Gründer an der TU Berlin studiert haben. „Wir haben bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet, erste Projekte befinden sich in der Planung, um dem Kompetenzzentrum Leben einzuhauchen“, bestätigt Bernd Rech, Abteilungsleiter am HMI und Professor an der TU Berlin. „Um ein wirklich leistungsfähiges Forschungszentrum aufzubauen, braucht man letztendlich zweistellige Millionenbeträge.“

Das neue Kompetenzzentrum will den Aufschwung der Solarindustrie in den östlichen Bundesländern stärken. Dort sind mehrere Firmen dabei, Fabriken für Dünnschichtsolarzellen zu errichten, beispielsweise Sulfurcell in Adlershof. Das Berliner Kompetenzzentrum wird sich zunächst mit Problemen bei der Beschichtung von Dünnschichtsolarmodulen widmen. Dabei sollen industrienahe Prototypen entstehen. Außerdem werden neuartige Solarzellenkonzepte und Herstellungsverfahren entwickelt.

Bis zum Sommer sollen die Planungen für das Zentrum abgeschlossen sein. Voll betriebsbereit wäre es 2009. „Von Beginn an schlagen wir eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, sagt Kurt Kutzler, Präsident der TU Berlin. „Die enge Anbindung an die Universität ermöglicht auch die optimale Ausbildung von Ingenieuren und Wissenschaftlern. Sie werden in der Solarindustrie dringend benötigt.“ Winter

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